Das Ouessant Forum

Normale Version: Hornhautentzündung (trübes, "milchiges" Auge)
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Hallo, zusammen.

Ich habe ja schon öfter über die Probleme berichtet, die sich bei unserer Aue Izzy mit den Augen ergeben. Für alle, die das nicht mitgelesen haben, können das im alten Forum hier nachlesen: Trübes Auge 1 und Trübes Auge 2

Nun hatten wir ja Mitte Dezember eine homöopathische Behandlung begonnen, die auch bisher recht erfolgversprechend war. Wir gaben ihr Sulfur in der Potenz D12 als Tablette 2 x täglich für ca. 10 Tage, und dann Mercurius solubilis in D8, auch 2 x täglich. Die Augen wurden wirklich wesentlich klarer. Nach ein paar Tagen Mercurius wurde der "milchige Schleier" größer (Erstverschlimmerung?), um dann schon weitere zwei Tage später wieder deutlich kleiner zu werden. Die Hornhauttrübung war dann auf einem Auge wenige Tage später nur noch Stecknadelkopfgroß vorhanden, also wirklich nur noch ein winziger Punkt auf dem linken Auge. Das rechte Auge ist vollkommen okay. Nur blieb dieser kleine, trübe Punkt und wurde nicht kleiner.
Gleichzeitig gaben wir ihr 1 x täglich Euphrasia Comp. Augensalbe in beide Augen. Vor einigen Tagen haben wir die Behandlung mit Mercurius nach insgesamt 3 Wochen dann abgesetzt, weil man sagt, dass man dann absetzen sollte, wenn es keine weitere Besserung mehr gibt.

In der Zwischenzeit habe ich mir ein Buch über Homöopathie bei Schafen und Ziegen gekauft. Darin steht nun wieder im Kapitel "Erkrankung der Augen" (Entzündung des Auges) folgender Hinweis:

Conium D12: chronisch werdende Hornhautentzündung, auch im Anschluss an eine akute Entzündung mit zurückbleibenden Narben und Flecken (so schätze ich diesen Stecknadelgroßen Fleck ein!), Knötchen auf den Lidrändern und Lidern, pustolöse Bindehautentzündung und Hornhautgeschwüre

Also bekommt sie jetzt seit drei Tagen Conium D12. Die Euphrasia-Augensalbe war leider alle und ich habe keine neue Tube kaufen können (Lieferschwierigkeiten). Heute habe ich gesehen, dass es auf dem rechten Auge wieder zu einer Schleierbildung kommt. Entweder ist das wieder eine sog. "Erstverschlimmerung", oder das Conium hilft nicht. Oder es fehlt ihr das Euphrasia-Augengel...

Mir ist es gelungen, ein halbwegs erkennbares Foto von Izzys Auge zu machen, man kann den Schleier auf dem rechten Auge ganz gut erkennen:


Immerhin hatten wir jetzt gute vier Wochen Ruhe. Ich halte euch auf dem Laufenden...
Wie das Bild aussieht scheint es auf beiden Augen zu sein, kann es durch das Blitzlicht deutlicher hervor gehoben sein, so das man es auch auf dem 2. Auge erkennen kann ?

Gruß
Norbert
Hallo, Norbert.

Nein, nein. Diese Trübheit ist auf beiden Augen eigentlich permanent vorhanden. Nur manchmal ist sie "durchsichtiger", und manchmal doller. Derzeit kann man sie bei Tageslicht nur auf dem rechten Auge erkennen (die Trübung), allerdings würde es mich nicht umhauen, wenn es morgen auch schon wieder auf dem linken Auge zu sehen ist...
Hallo Heike

Ich hatte vor kurzem wieder mal so eine Erkrankung bei einer meiner Mutterschafe.
Dies war die 2 Erkrankung in den ganzen Jahren,in denen ich Ouessants habe.
Behandelt habe ich wie beim ersten mal mit Arisan,seitdem ist wieder Ruhe.
Die Trübung hat ja irgend eine Ursache.
Was sagt Dein TA dazu?
Was passiert,wenn Du gar nix mehr machst?Geht die Trübung von alleine weg?
Gruß Harry
Hallo, Harry.

Ach, unsere hiesigen Tierärzte... Sad

Die hatte bei der letzten Trübung auf meinen Wunsch hin einen Augenabstrich vorgenommen, verschiedene Kulturen angelegt (Bakterien, Pilze), mit dem Ergebnis, dass keine Pilze vorhanden sind und jedes AB helfen würde. Na klasse... 70,- EUR futsch und keinen Schritt weiter. Die wissen keinen Rat mehr und meinen, ich müsse dann eben immer salben. Das Problem ist nur, dass zwischen den letzten zwei Hornhautentzündungen (und ich hatte drei Wochen lang Antibiotikum gesalbt) gerade mal 5 Tage (!!) lagen.

Dann fing ich mit der homöopathischen Behandlung an und wir hatten jetzt immerhin vier Wochen Ruhe. Die Trübung auf dem rechten Auge ist immer noch da. Ich salbe derzeit gar nicht. In der Vergangenheit habe ich mich nicht getraut nicht zu salben, denn die TÄ'in meinte, dann könnte sie erblinden. Mit Arisan hatte ich auch schon mal wochenlang die Augen behandelt, aber nach einigen Wochen ging's dennoch wieder los. Bin ziemlich rat- und hilflos, aber ich gebe nicht auf. Mal sehen, vielleicht ist es ja nur die Erstverschlimmerung und das Auge beruhigt sich wieder...
Wenn mein Schaf dieses Problem hätte, würde ich unter der Vorraussetzung, das das Tier sich normal verhält und frisst und alle bisherigen Medikamente und Behandlungen nichts gebracht hätten, einfach mal längere Zeit gar nichts mehr machen. Es ist mit Sicherheit nicht gesundheitsfördernd, ein Schaf ständig einfangen zu müssen um dann sozusagen über längere Zeit verschied. Behandlungen mit ungewissem Ausgang durchzuführen. Es bedeutet für das Schaf jedes Mal vermehrten Stress und auch für den Tierkörper eine hohe Belastung durch die vielen körperfremden Stoffe. Ich glaube das Auge und auch das ganze Schaf brauchen jetzt eine längere Zeit um sich zu beruhigen, wobei das mit Sicherheit mehrere Wochen – vielleicht sogar Monate - dauern kann!
Ich würde in einem gleich gelagerten Fall zunächst wie gesagt das Schaf zur Ruhe kommen lassen indem ich keine Behandlungen mit all den vielen Unannehmlichkeiten (fangen, festhalten, Medikamente, Salben oder Tropfen verabreichen etc.) mehr durchführen würde. Ich würde sogar in Kauf nehmen, dass die Trübung wieder kommt! Wer weiß, vielleicht wäre das für das Schaf gar nicht so schlimm?
Wenn in dem Schaf der Stress sich nach und nach legt und die Abwehrkräfte wieder regenerieren, besteht die Chance auf Heilung oder zumindest auf keine weitere Verschlimmerung. Gute Pflege, gutes Futter und Verhinderung von Zugluft, Stäuben, Abgasen sind dann sehr wichtig. Auch sollte von der restlichen Herde kein Stress auf das kranke Tier einwirken können. Körper und Seele des Tieres müssen wieder ins Gleichgewicht kommen, unabhängig ob die Trübung vorhanden ist oder nicht!

Sehr wichtig ist auch immer die nötige Geduld aufzubringen. In unserer heutigen schnelllebigen Welt meint man oftmals, man müsste bei Krankheitserscheinungen sofort handeln und entsprechende med. Mittel einsetzen. Wenn wir aber immer sofort zur chem. Keule greifen, geben wir den Tieren und deren körpereigenen Abwehrkräfte keine Chance, die passende Strategie auf den Feind von außen zu entwickeln (wofür es natürlich auch einer gewissen Zeit bedarf, das kann länger dauern!) und diese Strategie dann anzuwenden! Im Gegenteil, das Immunsystem wird irritiert und auf die falsche Fährte geführt. Das hier gesagte gilt natürlich auch für uns Menschen. Heute ist es ja oft so, sobald ein „Wehwehchen“ auftaucht, rennen alle gleich zum Arzt und verlangen ein entsprechendes Medikament. Man gibt dem Körper keine Zeit u. Chance mehr, selbstständig sich mit der „Gefahr“ auseinanderzusetzen. Dadurch verlernt das Immunsystem immer mehr, mit Viren, Bakterien etc. umzugehen. Es entsteht ein Teufelskreis.

Ich möchte noch folgendes betonen: Ich kenne nicht alle Einzelheiten Deines geschilderten Falles und ich bin auch kein Tierarzt. Ich spreche nur aus eigener Lebenserfahrung. Wir halten seit vielen Jahren unterschiedl. Tiere (11 Jahre altes Kaninchen , Enten, Gänse und seit letztem Jahr Ouessants. Alle sind putzmunter und keines wahr je ernsthaft krank, keines hat bisher irgendwelche Medikamente bekommen oder wurde je geimpft. Unpässlichkeiten hatten alle natürlich auch schon einmal, ganz so wie bei uns Menschen auch. Alle Tiere werden natürlich so artgerecht wie irgend möglich gehalten. Wir haben auch nur kleine Tierbestände mit ausreichend Auslaufflächen für alle.

Bitte verstehe mein Statement nicht als Kritik an Deiner bisherigen Handlungsweise.
Hallo, Fritz.

Danke für deine Antwort, so zeigt sie doch, dass du dich ehrlich damit auseinander gesetzt hast. Nein, ich verstehe dich nicht falsch. Und selbst wenn es Kritik wäre: Ich schreibe hier ja, um evtl. Hilfe, andere Meinungen und Erfahrungen zu erfahren!

Ohne jetzt Izzys gesamte Augengeschichte zu wiederholen möchte ich nur sagen, dass ihre erste Entzündung genau 10 Tage nach dem "Einzug" bei uns kam. Wir waren - und sind es ja auch noch - vollkommene Neulinge in der Schafhaltung, daher haben wir natürlich die Tierärztin gerufen. Die meinte gleich: "Gut, dass Sie sofort angerufen haben, denn wenn man das nicht gleich behandelt, würde sie erblinden!"

Das saß! Von da an schub ich Panik, dass sie erblindet. Und jedes Mal "wanderte" die Entzündung von rechts nach links. Zuerst waren die Abstände 6 - 8 Wochen. Aber dann wurden sie immer kürzer. Wir probierten verschiedene Antibiotika und Arisan, immer nur von kurzem Erfolg. Bis die Abstände nur noch 5 Tage (!!!) waren. Nur fünf Tage nach der letzten Gabe von Antibiotikum ins Auge ging es auf dem anderen Auge wieder los. Das Auge hatte also wirklich keine Zeit sich selbst zu beruhigen. Wir sind einfach verzweifelt - immer diesen Satz von der Tierärztin im Hinterkopf (die das inzwischen auch mehrfach wiederholte), dass das Tier erblindet, wenn wir nichts tun.

Seit Dezember versuchen wir es jetzt homöopathisch und die Sache hat sich meines Erachtens wieder "beruhigt". Wir sind jetzt in der 5. Woche, wo wir ihr keine antibiotischen Salben mehr in die Augen schmieren, sie bekommt lediglich eine homöopathische Tablette morgens und abends ins Futter. Die Tablette futtert sie so mit, das kriegt sie nicht mal mit, wir müssen sie also gar nicht mehr einfangen. Diese Behandlung ist jetzt wirklich vollkommen stresslos für sie.

Bis vor zwei Wochen habe ich ihr zwar täglich noch zur Unterstützung einmal Euphrasia-Augensalbe (auch homöopathisch) in die Augen gegeben, aber sie fand auch das nicht mehr schlimm. Es hört sich vielleicht komisch an, aber sie ist morgens wenn ich kam ziemlich gleich in den Stall gelaufen und hat gewartet, dass ich sie salbe. Ist schwer zu erklären, wir haben da so eine Art Ritual entwickelt. Sie geht rein, ich komme nach, streichle sie und sie ist dann mit den Vorderpfoten auf die Knie gegangen und ich konnte ihr ohne Anstrengung die Augen salben, anschließend bekam sie ihre Belohnung. Vielleicht lag das auch daran, dass wir inzwischen auch zu ihr ein schönes Vertrauensverhältnis aufbauen konnten, was sich auch in der Sylvesternacht bestätigt hat. Oder es kann auch daran liegen, dass die anderen Salben vielleicht irgendwie "brannten" oder ihr Sehvermögen beeinträchtigten, während die Euphrasia-Salbe ihr nicht wehtat. Keine Ahnung, aber ich musste sie wirklich schon lange nicht mehr einfangen. Die homöopathische Behandlung, die wir jetzt mit ihr machen, bekommt sie nicht mal mit.

Ich bin auch kein Freund von unnötigem Stress für die Tiere. Und gerade wenn man erst so kurz eine Gattung Tiere hat und sich nicht richtig auskennt, möchte man so wenig wie möglich falsch machen.

Inzwischen, nach der 7. oder 8. Entzündung (und 9-monatigem Kampf mit der Krankheit) ist da auch eine gewisse Routine bei uns reingekommen und ich sehe das jetzt nicht mehr so verbissen wie am Anfang. Immerhin verschlimmert sich ihr Zustand derzeit nicht!! Sie hat permanent diesen Schleier auf den Augen, aber während es bei den ersten Malen immer innerhalb weniger Tage zur kompletten Trübung des Auges führte (wie bei einem blinden Hund), wird es jetzt nicht mehr schlimmer. Ich würde mich freuen, wenn es so bleibt.

Dieses Mittel "Conium", was sie jetzt bekommt, soll genau für solche Fälle geeignet sein: chronisch werdende Hornhautentzündung, auch im Anschluss an eine akute Entzündung mit zurückbleibenden Narben und Flecken.

Ich habe mir darüber Bücher gekauft und mache das alles nach Absprache mit meiner Freundin, die sich jetzt im dritten Jahr in der Ausbildung zur Tierhomöopathin befindet. Mit der Homöopathie haben wir schon mit den Katzen durchschlagende Erfolge erzielt und ich bin ein großer Befürworter der Homöopathie - auch für uns selbst. Denn die Homöopathie verfolgt ja genau das Ziel, dass sich der Körper/das Immunsystem mit der Krankheit auseinandersetzt und sich selbst heilt.

Aber ich gehe ansonsten mit dir völlig konform: Auch wir impfen unsere Katzen schon einige Jahre nicht mehr (seit ich den Artikel von Monika Peichl in die Hände bekam), und unsere Streunerkatzen sind auch vom Blutbild her gesünder, als unsere Wohnzimmerkatzen, womöglich weil sie nie geimpft wurden.

Lange Rede - kurzer Sinn: Wir haben uns schon im Dezember entschlossen, Izzy jetzt keine antibiotischen oder mykotischen Salben mehr in die Augen zu schmieren - es hilft zumindest in ihrem Fall nur kurzfristig und führt zu immer kürzeren Schüben. Allerdings würde ich mich freuen, wenn wir diese Krankheit bei ihr irgendwie komplett ausheilen könnten - schonend, versteht sich. Wink
Mahlzeit!

Das ist ja gar nicht lustig.... Meine Marlene hat auch einige male Entzündungen der Hornhaut gehabt. Allerdings nicht in der Häufigkeit. Wenn Du kein Antibiotikum mehr geben willst, bleibt Dir wohl nur warten...

Achso nach einem sehr schlimmen Jahr drei Entzündungen in kurzer Folge war nach einer Antibiotikumbehandlung Schluß mit Marlenes Augenentzündungen..

Gruß der Hornbläser
Hallo, Hornbläser.

So in der Art haben es ja schon ein paar gepostet: Entzündung kam, Salbe rein, Entzündung ging. Izzy scheint da ein besonders schwieriger oder hartnäckiger Fall zu sein. Ich dachte ja auch, dass wir vielleicht nur das falsche Antibiotikum geben und haben extra für 70,- EUR ein Antibiogramm mit verschiedenen Kulturen anlegen lassen... aber ohne Erfolg. Jedes Antibiotikum soll helfen, tut es auch, aber selbst wenn wir es 21 Tage lang geben, gehts nach ein paar Tagen wieder los. Dann "hilft" das Antibiotikum nicht wirklich.

Ich hatte zwischendurch schon öfter mal überlegt (eigentlich eher mein Mann), dass wir einfach gar nichts machen. Aber wenn erst das eine Auge komplett trüb ist und es nach ein paar Tagen auf dem anderen Auge auch losgeht, schiebe ich nunmal Panik. Wie soll ein blindes Schaf durch's Leben kommen? Das müssen wir auf jeden Fall verhindern.

Ich will ja mit unserem speziellen Fall auch nicht "nerven", wollte mit dem Thread eigentlich nur erzählen, wie es bei ihr weitergeht und wie die verschiedenen Behandlungsmethoden helfen - oder nicht.

So long!
Hallo Heike,

hast du dir schon mal überlegt das du mit der Behandlung, solltest ein Erreger sein, diesen, immer resistenter machst, so das die Behandlung immer schwerer wird und sollte er mal auf ein anderes Tier übergehen, dann kaum noch behandelbar ist. Diese ganze "Laienheilung" kann schnell das Gegenteil bewirken. Ich gebe da Fritz recht wenn man das Tier nicht tötet, dann sollte es zu einer Selbstheilung kommen, Tiere helfen sich gesundheitlich oft besser als Menschen.

Ich vermute das es eine Erbkrankheit durch Überzüchtung ist, das hier eine Hornhautschwäche auftritt, so das die Augenschleimhaut gegen Umwelteinflüsse allergisch ist, sollte sie das bei Jansen nicht gehabt haben, kann es an unseren Klima liegen, da du ja schreibst das sie es nach 10 Tagen bei dir bekommen hat und da das Tier 2 Jahre alt war hätte sie es dann schon vordem haben müssen

Oder frag doch nicht den TA sondern lasse mal wieder deine Augen bei einen Augenarzt untersuchen und frag den dann nebenbei was das sein könnte was dein Tier hat Smile Vielleicht bekommst du dann ein Rat oder Tipp der wirklich hilft. Aber nicht anrufen und fragen dann sind Ärzte meist beleidigt, wenn man sie wegen Tiere anspricht

Gruß
Norbert
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