Das Ouessant Forum

Normale Version: Weidefläche Walliser Schwarznasen
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Hallo liebe Forenuser,

ich hätte eine Frage zu Walliser Schwarznasen und hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen.
Wieviel Weidefläche brauchen diese Schafe pro Tier?
1000qm
Danke für die Antwort!
Hallo,

die Antwort mit "1000 qm" ist in ihrer Absolutheit falsch.

Um Deine Frage nur ansatzweise quantitativ beantworten zu können, müsste man zunächst mindestens folgende Fragen beantwortet haben:

*Wann kommen die Tiere im Jahr ungefähr auf die Weide und wann gehen sie wieder (oder bleiben sie dort das ganze Jahr)?
*Welche Vegetationsform (Futterpflanzen) inkl. des Lokalklimas sind gegeben?
*Wird zugefüttert?
*Bestehen temporäre Ausweichsmöglichkeiten und werden diese genutzt bzw. wie wird die Weide überhaupt aufgeteilt?

Besser als absolute Leitzahlen ist eine ganz simple Herangehensweise:

Erstmal mit sehr weniger Tieren anfangen. Wenn dann am Ende der Vegetationszeit noch Futterreste da sind (Vegetation flächig näherungsweise über > 6cm und eindeutig grün) kann man im nächsten Jahr mehr Tiere draufstellen. Alles andere führt häufig zu Überbeweidung und damit (Zer-)Störung der Futtergrundlage und des Bodens.

Die absoluten Flächenangaben pro Tier sind auf den ersten Blick attraktiv, sind aber in Abhängigkeit der oben geschilderten Einflussfaktoren für den Einzelfall auch "gefährlich" simplifizierend. Mit einfachen Worten: Die benötigte Fläche schwankt je nach Standort und Weideführung so stark, dass eine absolute Angabe nicht getroffen werden kann - und auch nicht werden sollte!

Lieben Gruß
Die erste Antwort hat mir aber bereits geholfen, da wir dann egal wie man es dreht oder wendet zu wenig Fläche haben.
Ich kann den Tieren 2.000 bis 3.000m² bieten. Dies ist zwar mit Schafweidemischung (Weidegras, Klee, etc.) bepflanzt und befindet sich in Norddeutschland und ist daher sehr reichhaltig, aber für Tiere die so viel Platz brauchen reicht es wohl nicht.
Ich will sie ganzjährig auf der Weide halten. Umweiden wäre möglich, aber dafür müsste ich die Fläche teilen und dann klappt es natürlich überhaupt nicht mehr.
Zufüttern mache ich nach Bedarf. Die Ouessants bekommen im Winter nur Heu und haben einen Leckstein zu Verfügung - bei einer Rasse mit mehr Futterbedarf würde ich auch zufüttern. Da richte ich mich nach den Tieren.

Aber wie gesagt, das reicht ja vorne und hinten nicht...

Ich hatte in Richtung einer anderen Rasse überlegt, weil das für die Ouessants einfach zu viel ist. Ich habe 6 Ouessants und will auch nicht mehr. Aktuell stehen sie auf 1.500m² und schaffen es nur gerade so. Bald ziehen wir um und dann stehen sie auf knapp 3.000m² - ich will aber nicht mehr als 5-6 Schafe. Aber gut, dann werde ich wohl hin und wieder mähen oder mich im Heu machen versuchen.
Hallo,

die Lösung wäre für mich, vom nächsten Schäfer einfach temporär ein, zwei Tiere auszuleihen. Gibt es denn keinen Schäfer in der Nähe? Meine Erfahrungen damit sind sehr gut, ich habe sehr viele solcher "Kooperationen" vermittelt, die Kosten sind gut machbar, das wirst man sich leisten können. Die Schafe dann einfach in der Hauptvegetationszeit (Mai + Juni) dazustellen und dann wieder abholen lassen. Für den Schäfer ist das ein simples, in der Regel willkommenes Zubrot.

Lieben Gruß
Mahlzeit,

meine Angabe ist grundsätzlich etwas stark verkürzt, da ich die Weide kenne passt sie aber.

Es gibt in der Gegend Schäfer, aber keine mit Schwarznasen - und ich kenne keinen Profischäfer, der seine Tiere verleiht, vor allem nicht in einen bestehenden Bestand.

Gruß der hOrnbläser
Schafe dazustellen und wieder wegholen finde ich auch schwierig, muss ich zugeben. Ich weiß nicht ob unsere Schafe das so gut fänden oder ob es dann zu "Mobbing" kommt.
Nein, da braucht Ihr Euch keine Sorgen machen, da gibts kein Mobbing. Kurze Eingwöhnung, dann ist wieder alles gut.

Meine Erfahrung ist eine andere: Wenn der Schäfer fair bezahlt wird, dann wird er das gerne machen.
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