Das Ouessant Forum

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onnor
Schaf


Anmeldungsdatum: 14.05.2007
Beiträge: 202


BeitragVerfasst am: 12.07.2007, 21:22 Titel: Entwurmungsfrage die 99.te... Antworten mit Zitat Beitrag bearbeiten oder löschen Beitrag löschen IP-Adresse zeigen
Ihr Lieben.

Unsere 2 Ouessies (Mutter und Bock) wurden Anfang April noch vom Vorbesitzer entwurmt, wie er schrieb mit Panacur. Das Lamm war ca. 14 Tage alt, als es zu uns kam, und ist bisher nicht entwurmt worden. Das braucht man erst in einem Alter von 3 Monaten machen, meinte der Züchter. Nun würde ich sie also wieder entwurmen wollen, zumal es jetzt bald auf die große Weidefläche (1,7 ha) geht, wo ja auch sieben Kühe laufen. Wir sind fleißig am Schafsdraht aufstellen *stöhn* Rolling Eyes

Nun die eigentliche Frage: Gibt es Panacur als Tabletten für Schafe? Ich habe mir zwar so eine komische Medikamentenspritze für Schafe gekauft, aber das Ding sieht so furchterregend aus... Wenn ich nämlich eine Panacur in ein Stückchen Brot einwickeln könnte, würde die das in Null komma Nix wegmuffeln und es wäre viel stressloser.

Wie geht ihr da ran? Ich wollte jetzt nicht erst Schafsköddel sammeln und im Labor untersuchen lassen. Wir machen das eben 2 x im Jahr und gut ist's. Ich bin mir nur unsicher, ob Panacur oder was anderes... und ob es eben Tabletten gibt, die ich ihnen problemlos unterjubeln kann?

Wäre - wie immer - für eure Ratschläge dankbar!

Lieben Gruß,
Heike und Dieter
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nosig
Schaf


Anmeldungsdatum: 14.06.2007
Beiträge: 128
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BeitragVerfasst am: 13.07.2007, 06:19 Titel: Antworten mit Zitat Beitrag bearbeiten oder löschen Beitrag löschen IP-Adresse zeigen
Eine regelmäßige Entwurmung sollte selbstverständlich sein. In Gebieten, wo man mit Bandwürmern zu tun hat, müssen die die jungen Lämmer mindestens alle 6 Wochen mit einem geeigneten Mittel entwurmen. Je älter die Tiere werden, um so besser werden sie mit Innenparasiten fertig. Gelegentlich sollte man eine Kotprobe untersuchen lassen, denn manche Innenparasiten sind inzwischen immun gegen einige Wurmmittel. Frage Dein Tierarzt. Auch an Außenparasiten sollte man denken. Wenn die Schafe sich an allen möglichen Stellen scheuern und schubbern, haben sie vermutlich Sandläuse oder andere Außenparasiten. Das muss und darf nicht sein.

Es gibt Pellets zur Entwurmung oder wie du geschrieben hast flüssig mit der Spritze, übers Maul, das ist immer noch das beste Mittel, weil dann jedes Schaf die richtige Menge bekommt.

Bei unseren Feuchtweiden, besteht leicht die Gefahr das die Schafe Würmer und auch Bandwürmer haben (die müssen besonders behandelt werden). Auch Rehe schleppen die Würmer leicht ein. die springen über jeden Zaun.
Bei feuchten Weiden sollte man auch 2X im Jahr Hufpflege betreiben, da die Tiere hier leicht die Moderhinke bekommen können.

Gruß
nosig

PS: komme aus der selben Ecke wie connor Wink und da ich schon Nutzschafe hatte kenne ich hier die Probleme.
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Anton Hornbläser
Schaf


Anmeldungsdatum: 21.02.2007
Beiträge: 222


BeitragVerfasst am: 13.07.2007, 06:56 Titel: Antworten mit Zitat Beitrag bearbeiten oder löschen Beitrag löschen IP-Adresse zeigen
Mahlzeit!

@ Connor

Deine Vorgehensweise ist korrekt, bitte nur entwurmen, wenn nötig! Sind keine Würmer vorhanden, dann braucht auch nicht entwurmt werden. Welches Mittel das Mittel der Wahl ist, liegt am Befund.... Auch Bandwurmmittel solten nicht auf Verdacht gegeben werden, also beim Weidegang auch immer auf die Köddel achten, sind Bandwurmglieder drinn ist eine Behandlung nötig.
Moderhinke ist mir bekannt, aber nicht bei Ouessantschafen.... Eine regelmäßige Klauenpflege versteht sich von selbst und ist nach den Gegebenheiten zu durchzuführen.

Gruß der Hornbläser
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connor
Schaf


Anmeldungsdatum: 14.05.2007
Beiträge: 202


BeitragVerfasst am: 13.07.2007, 10:39 Titel: Antworten mit Zitat Beitrag bearbeiten oder löschen Beitrag löschen IP-Adresse zeigen
Hallöchen,

Vielen Dank erst einmal! Öhm.... aber gibt es denn Panacur-Tabletten in Tablettenform und wirken sie auch gegen Bandwürmer? Ich meine, ich habe irgendwo mal gelesen, dass sie nicht gegen Bandwürmer helfen, aber bei den Katzen schon, da benutze ich Panacur nämlich auch...

LG, Heike
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Anton Hornbläser
Schaf


Anmeldungsdatum: 21.02.2007
Beiträge: 222


BeitragVerfasst am: 16.07.2007, 13:30 Titel: Antworten mit Zitat Beitrag bearbeiten oder löschen Beitrag löschen IP-Adresse zeigen
Mahlzeit!

Etwas spät, aber eine Antwort kommt doch noch....

Panacur wirkt nicht gegen Bandwürmer

Gruß der Hornbläser
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connor
Schaf


Anmeldungsdatum: 14.05.2007
Beiträge: 202


BeitragVerfasst am: 16.07.2007, 17:33 Titel: Antworten mit Zitat Beitrag bearbeiten oder löschen Beitrag löschen IP-Adresse zeigen
Nabend Hornbläser.

Vielen Dank für die Antwort dennoch. Ob du's glaubst oder nicht, ich komme gerade vom Tierarzt wegen der Wurmsache. Die haben mir gerade erzählt, dass die Panacur-Tabletten eben doch gegen Bandwürmer helfen sollen... Question Wie jetzt? Ich meine, es ist letztendlich auch egal, denn die bestellen mir da jetzt so'n Zeugs, was NICHT gegen Bandwürmer wirkt (weil noch nicht nötig), für das Lamm. Das wäre von der Konsistenz her so ähnlich wie das Kraftfutter, das könne man da einfach mit beigeben und dann würde die Lütte das so mitfuttern.

Auf Bandwürmer achte ich, aber wir werden das dann einfach, wenn auch die Großen wieder fällig sind mit Entwurmung, testen lassen (Kotprobe). Erstmal meinen die, soll die Lütte nur "normal" entwurmt werden, es ist ihre erste Wurmkur, sie ist jetzt knapp 12 Wochen alt.

Viele Grüße,
Heike
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Anton Hornbläser
Schaf


Anmeldungsdatum: 21.02.2007
Beiträge: 222


BeitragVerfasst am: 17.07.2007, 11:51 Titel: Antworten mit Zitat Beitrag bearbeiten oder löschen Beitrag löschen IP-Adresse zeigen
Mahlzeit!

Habe ich mich den so versehen??? Ist schon ein paar Jahre her, daß ich Panacur verabreicht habe - war nicht effektiv und total nervraubend - Die ollen Bolis in die Schafe zu bekommen, ohne, daß die Tiere den Pillengeber, oder meine Finger zerbeißen.... Bei mir gibt es nur noch mittel, die gespritzt, oder als Suspension über eine Drenchspritze gegeben werden könne.

Ein wirksames Mittel gegen Bandwürmer ist Cestrokur, oder so ähnlich, aber mit Bandwurmmitteln kenn ich mich nicht gut aus, da sich diese Parasiten bis dato noch nicht zu mir gewagt haben, es mag sein, daß ich mich da versehene habe.

Gruß der Hornbläser
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connor
Schaf


Anmeldungsdatum: 14.05.2007
Beiträge: 202


BeitragVerfasst am: 17.07.2007, 13:42 Titel: Panacur hilft gegen Bandwürmer Antworten mit Zitat Beitrag bearbeiten oder löschen Beitrag löschen IP-Adresse zeigen
Hallo, Hornbläser.

Habe jetzt mal in der Wirkstoffdatenbank der Uni Zürich geguckt und Folgendes gefunden:

Panacur® Boli 250 ad us. vet. Tierarzneimittel
Veterinaria AG

Breitspektrum-Anthelminthikum gegen unreife und reife Stadien von Magen-Darm-Nematoden und Lungenwürmern sowie gegen Bandwürmer bei Schafen

ATCvet: QP52AC13

Zusammensetzung
- Wirkstoff: Fenbendazolum 250 mg
- Hilfsstoffe: Excip. pro bolo
- galenische Form: Boli

Fachinformationen Wirkstoffe / Inhaltsstoffe (CliniPharm)
Fenbendazol

Eigenschaften / Wirkungen
Der grundlegende Mechanismus der anthelminthischen Wirkung von Fenbendazol ist eine Hemmung der Polymerisation von Tubulin zu Mikrotubuli. Dadurch werden wichtige strukturelle Eigenschaften der Helminthenzelle beeinträchtigt, wie die Ausbildung des Zytoskeletts, die Spindelbildung bei der Mitose sowie Aufnahme und intrazellulärer Transport von Nährstoffen und Stoffwechselsubstraten. Als Folge kommt es zu einer Erschöpfung der Energiereserven mit nachfolgendem Absterben des Parasiten und seiner Expulsion nach 2 - 3 Tagen.
Fenbendazol besitzt eine ovizide Wirkung, die nach ca. 8 Stunden infolge einer Störung der Spindelbildung und des Metabolismus während der Embryogenese eintritt. Fenbendazol ist hochwirksam gegen adulte und immature Magen-Darm-Nematoden und Lungenwürmer, sowie gegen inhibierte und histotrope Larvenstadien. Darüber hinaus zeigt Fenbendazol eine gute Wirksamkeit gegen verschiedene Bandwurmarten.
Die Verabreichung von Panacur® Boli an Mutterschafe kann in jedem Stadium der Trächtigkeit oder Laktation erfolgen.

Pharmakokinetik
Fenbendazol wird nach oraler Applikation zum Teil resorbiert und dann zu einem erheblichen Teil in der Leber metabolisiert. Die Resorption erfolgt bei Tieren mit einhöhligem Magen schneller als bei Wiederkäuern. Als Hauptmetaboliten werden ein Sulfoxid und ein Sulfon-Metabolit gebildet.
Die Halbwertzeit von Fenbendazol im Serum beträgt nach oraler Applikation der empfohlenen Dosis speziesabhängig zwischen 10 und 33 Stunden. Fenbendazol und seine Metaboliten verteilen sich im Gesamtorganismus, wobei hohe Konzentrationen in der Leber erreicht werden. Die Ausscheidung von unverändertem und metabolisiertem Fenbendazol erfolgt überwiegend (> 90%) über den Kot, zu geringem Teil auch über den Urin und die Milch.

Indikationen
Befall von Schafen mit Magen-Darm-Nematoden, Lungenwürmern und Bandwürmern wie Haemonchus spp., Ostertagia spp., Trichostrongylus spp., Cooperia spp., Nematodirus spp., Oesophagostomum spp., Chabertia spp., Bunostomum spp., Gaigeria pachyscelis, Trichuris spp., Strongyloides spp., Dictyocaulus filaria, Moniezia spp.

Es empfiehlt sich, Panacur® Boli 250 mit einem Pilleneingeber zu verabreichen. Es ist darauf zu achten, dass die Boli abgeschluckt werden. Diätmassnahmen vor oder nach der Behandlung sind nicht erforderlich. Nach Neuinfektionen ist die Behandlung zu wiederholen.

Anwendungseinschränkungen
Kontraindikationen
Keine.

Vorsichtsmassnahmen:
Keine.

Unerwünschte Wirkungen
VetVigilance: Pharmacovigilance/Vaccinovigilance-Meldung erstatten
Keine bekannt.

Absetzfristen
Leber: 21 Tage
Übrige essbare Gewebe: 14 Tage
Milch: 6 Tage

Wechselwirkungen
Eine gleichzeitige Anwendung mit Präparaten zur Leberegelbekämpfung ist wegen der Möglichkeit von Unverträglichkeitserscheinungen zu vermeiden.

Swissmedic Nr. 41'039

Informationsstand: 06/2005

Nun wissen wir es genau Wink Aber deine Erfahrungen damit sprechen ja auch schon für sich! Ich denke, ich würde es daher nur anwenden, wenn wirklich Bandwürmer da sind oder ein "Nur-Bandwummittel" geben.

Schauen wir mal, was uns die Tierärztin da jetzt bestellt. Sie meint, das Zeug sei wirksam und die Schafe würden es - unter etwas Kraftfutter gemischt - so mitfuttern. Ich sag' dann mal Bescheid, wenn's da ist (wurde bestellt).

Lieben Gruß,
Heike
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connor
Schaf


Anmeldungsdatum: 14.05.2007
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BeitragVerfasst am: 27.07.2007, 20:50 Titel: Kotproben zur Untersuchung Antworten mit Zitat Beitrag bearbeiten oder löschen Beitrag löschen IP-Adresse zeigen
Sacht mal, wenn ich so eine Kotprobe ins Labor schicken möchte, um den mal auf eventuellen Wurmbefall untersuchen zu lassen, wie macht ihr das? Bei Katzen nimmt man dann sogenannte "Sammelproben", also Kotproben von 3 Tagen sammeln. Macht man das bei den Schafen auch so? Und reicht da eine einzige Probe, also ein Häufchen? Oder müssten wir mal gezielt etwas warten bis jedes Schaf ein Häufchen abgesetzt hat, diesen einsammeln und untersuchen lassen?

Liebste Grüße im Voraus,
Heike
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nosig
Schaf


Anmeldungsdatum: 14.06.2007
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BeitragVerfasst am: 28.07.2007, 08:44 Titel: Antworten mit Zitat Beitrag bearbeiten oder löschen Beitrag löschen IP-Adresse zeigen
Ich gebe immer eine ab, wenn der Befund posetiv ist, sind die andern das auch, jedenfalls war es bei meinen Schafen früher immer so.

Bei mir macht es der Tierarzt.

Gruß
nosig
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Auch hier wird über Ouessantschafe gesprochen

Meine Tipps beziehen sich nur für Schafhalter bis 10 Tiere, ich bin Züchter und kein Hobbyhalter
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connor
Schaf


Anmeldungsdatum: 14.05.2007
Beiträge: 202


BeitragVerfasst am: 28.07.2007, 10:11 Titel: Antworten mit Zitat Beitrag bearbeiten oder löschen Beitrag löschen IP-Adresse zeigen
Eine als Sammelprobe von 3 Tagen? Oder nur eine einzige aufgesammelt? Oder nur wenige von den Kötteln?

Gruß, Heike
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nosig
Schaf


Anmeldungsdatum: 14.06.2007
Beiträge: 128
Wohnort: 21789 Wingst

BeitragVerfasst am: 28.07.2007, 10:47 Titel: Antworten mit Zitat Beitrag bearbeiten oder löschen Beitrag löschen IP-Adresse zeigen
Hallo Heike

ein frischer Haufen genügt, für die Probe, man kann es auch sehen oder fühlen, Tiere die Würmer haben magern schnell ab aber vorsorge ist besser.
Ich mache mittlerweile keine Untersuchungen mehr es gibt 2x im Jahr eine Wurmkur, es gibt keine Schafe ohne Würmer, man kann sie nur in Grenzen halten. Deshalb spar ich mir die Untersuchung des Kots. Man sollte auch alle 2 - 3 Jahre das Wurmmittel wechseln

Gruß
nosig
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Tyson
Jungschaf


Anmeldungsdatum: 25.03.2007
Beiträge: 15
Wohnort: Kün

BeitragVerfasst am: 29.07.2007, 18:36 Titel: Antworten mit Zitat Beitrag bearbeiten oder löschen Beitrag löschen IP-Adresse zeigen
Hi.Habe den Kot jahrelang untersuchen lassen und hatte immer das gleiche Ergebnis.Würmer!
Seit ein paar Jahren entwurme ich nun 2x im Jahr,wechsle allerdings jährlich das Mittel wegen Resistenz.
Gruß Tyson
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connor
Schaf


Anmeldungsdatum: 14.05.2007
Beiträge: 202


BeitragVerfasst am: 29.07.2007, 19:17 Titel: Antworten mit Zitat Beitrag bearbeiten oder löschen Beitrag löschen IP-Adresse zeigen
Hallöchen,

okay, ihr habt mich überzeugt. Dann mach' ich das wohl auch so. Mich würde nur noch interessieren, welche Mittel ihr im Wechsel nehmt. Wechselt ihr immer zwischen zwei Mitteln, oder ist es wirklich jedes Jahr ein ganz anderes? Unsere haben vom Vorbesitzer zuletzt Panacur bekommen. Er meinte, damit könnte ich jetzt aber noch mal entwurmen... Wobei der Hornbläser mich eigentlich davon überzeugt hat, Panacur lieber nicht zu nehmen. War nicht so gut...

LG, Heike
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Hooki
Moderator


Anmeldungsdatum: 20.02.2007
Beiträge: 125
Wohnort: Anklam

BeitragVerfasst am: 30.07.2007, 16:38 Titel: Antworten mit Zitat Beitrag bearbeiten oder löschen Beitrag löschen IP-Adresse zeigen
Entwurmung 2x im Jahr:

Letztes Jahr jeweils mit "Valbazen" und dieses Jahr mit Dectomax i. V. m. Cestocur.
_________________
Wink MfG Hooki
http://www.zwergschafe-online.de
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connor
Schaf


Anmeldungsdatum: 14.05.2007
Beiträge: 202


BeitragVerfasst am: 05.08.2007, 13:35 Titel: Entwurmen mit dem Wurmmittel "Rintal" Antworten mit Zitat Beitrag bearbeiten oder löschen Beitrag löschen IP-Adresse zeigen
connor hat Folgendes geschrieben:
Schauen wir mal, was uns die Tierärztin da jetzt bestellt. Sie meint, das Zeug sei wirksam und die Schafe würden es - unter etwas Kraftfutter gemischt - so mitfuttern. Ich sag' dann mal Bescheid, wenn's da ist (wurde bestellt). Heike


So, das Zeug ist inzwischen da. Es heißt "Rintal" und sieht genauso aus wie Kraftfutter! Es wirkt gegen Magen-, Darm- und Lungenwürmer bei Pferden, Schafen, Ziegen und Rindern.

Etwas genauer: Schaf/ Ziege: Gastrointestinaltrakt / Nematoden
Trichostrongyliden des Labmagens, des Dünn- und Dickdarms: Haemonchus spp., Ostertagia spp., Trichostrongylus spp, Cooperia spp., Nematodirus spp., Bunostomum spp., Oesophagostomum spp., Chabertia ovis

Der Wirkstoff ist "Febantel". Die Dosierung liegt bei Schafen und Ziegen bei nur 13 Gramm pro 50 kg Körpergewicht, bei 20 Kilo also nur 5,2 Gramm. Es wirkt aber auch gegen Bandwürmer, die Wirkstoffdatenbank schreibt hierzu:

"Bei Bandwürmen führen Benzimidazole zum Abfall des Muskeltonus der Saugorgane, zur Zerstörung der Scolexstruktur, zur Dilatation der Exkretionskanäle und zur Zerstörung der Epidermis. Infolge dessen fallen die Parasiten nach 4 - 8 Stunden von der Darmwand ab und werden nach 20 - 30 Stunden ausgeschieden. Die sehr gute Wirksamkeit gegen Nematoden ist auf den synergistischen Effekt der beiden Komponenten Febantel und Pyrantelembonat zurückzuführen, welcher durch verschiedene Untersuchungen belegt wurde"

Wir haben jetzt für 2 Entwurmungen davon geholt und nur 3 Euro irgendwas dafür bezahlt. Das Verabreichen war äußerst leicht: Etwas Kraftfutter, das abgemessene Rintal hinein, umrühren, hinhalten, fertig. Die haben das so weggeputzt! Wink

Das finde ich vieeeeel besser, als wenn ich so 'ne olle Paste mit dieser komischen Applikationsspritze verabreichen sollte. Wir sind ja noch Neulinge...

Viele Grüße,
Heike
2 x pro Jahr entwurmen, ggfls. öfter. So wie bei Pferden, grundsätzlich Frühjahr und Herbst.
Das von Heike beschriebene Mittel "Rintal" erscheint mir in der Anwendung sehr einfach, vor allem im Vergleich zur Anwendung/Verabreichung der Paste.

Spielt es eine Rolle, ob das Schaf trächtig ist ?
Darf / soll man dann auch entwurmen bzw. gerade dann ?

Wie haltet ihr das ?

lg
Barbara
Hallo, Barbara.

Das Rintal ist wirklich leicht zu verabreichen, ein Kinderspiel, wenn sie dir das Schafsfutter schon aus der Hand futtern.

Wir müssten jetzt eigentlich auch wieder entwurmen, ein halbes Jahr ist um. Aber ich werde wohl erst mal eine Kotprobe einschicken. Man soll ja nur entwurmen, wenn auch wirklich Würmer da sind.

Zweimal hintereinander darf man wohl das gleiche Wurmmittel benutzen, dann aber sollte man den Wirkstoff wechseln - stimmt das?

Von daher bin ich interessiert an weiteren Wurmmittel in Form von Pellets, das ich mit ins Futter mischen kann. Wer kennt noch welche mit anderem Wirkstoff? Der Wirkstoff von Rintal ist "Febantel".
Mahlzeit!

Man kann das gleiche Wurmittel mehrfach benutzen. Ein jährlicher Wechsel der Wirkstoffgruppe ist völlig ausreichend. Wichtig ist, daß die Schafe dir richtige Dosis erhalten! Die Resistenzbildung in Neuseeland und Australien ist selbst verursacht, da dort oftmals Medikament mit Wasser verlängert wurde und die Tiere dem entsprechend viel zu wenig vom Wirkstoff abbekommen haben. Der Wechsel der Wirkstoffgruppe beugt einer möglichen Resistenzbildung vor.

Achtung bei Bolis/Tabletten, o.Ä. beim Wiederkäuen (wie Schafen) können diese wieder hochgewürgt und dann ausgespuckt werden! Ideal sind flüssige Wurmmittel, die oral verabreicht werden. Einige Wurmmittel sind nicht in der Tragzeit zu verwenden (z.B. Valbanzen m.E. auch ein Fenbendazol) also immer die Packungsbeilage beachten!

Nach dem Lammen ist die Wurmbelastung meist hoch und das Tier noch recht geschwächt, m.E. der ideale Zeitpunkt für die erste Wurmkur des Jahres (da ist es dann auch egal welches Mittel man nimmt).

Gruß der Hornbläser

Anton Hornbläser schrieb:
Man kann das gleiche Wurmittel mehrfach benutzen. Ein jährlicher Wechsel der Wirkstoffgruppe ist völlig ausreichend.


Wir entwurmen sie ja nur 2 x jährlich, daher meinte ich, dass ich nach der zweiten Entwurmung (nach der 2. Entwurmung innerhalb von 12 Monaten) den Wirkstoff wechseln müsste. Wink

Zitat:
Nach dem Lammen ist die Wurmbelastung meist hoch und das Tier noch recht geschwächt, m.E. der ideale Zeitpunkt für die erste Wurmkur des Jahres


Eine Entwurmung ist doch immer eine ziemliche Belastung für das Immunsystem. Auf die Idee, einem ohnehin geschwächten Tier noch eine Entwurmung "draufzuballern" wäre ich echt nicht gekommen. Warum ist das denn von Vorteil, Hornbläser?

Bevor ich alles nochmal geschrieben hätte, hier ein Beitrag von "BuntesSchaf" aus schaf-foren.de:

Es gibt Wurmmittel, die nicht in der Tragzeit angewendet werden dürfen, einige nicht im ersten Drittel, und wieder andere haben laut Hersteller keinen Einfluss auf die Frucht- ein Risiko liegt immer in der Behandlung an sich- hast Du ängstliche Wegrennschafe, kann das Fangen, Festsetzen und Behandeln uU zum Verlammen führen ( genauso wie beim Impfen , Klauenschneiden, Scheren etc.) Sind Deine Schafe leicht fest zu setzen und bekommen keinen halben Herzinfarkt, wenn Du sie anfasst, kann man zB mit Cydektin auch in der Tragzeit entwurmen- das hat vor allem kurz vor dem Ablammen den Vorteil den Anstieg des Wurmdrucks gerade um diesen Termin zu verhindern.

Quelle: schaf-foren.de -> Hier zum direkten Thema !

connor schrieb:

Anton Hornbläser schrieb:
Nach dem Lammen ist die Wurmbelastung meist hoch und das Tier noch recht geschwächt, m.E. der ideale Zeitpunkt für die erste Wurmkur des Jahres


Eine Entwurmung ist doch immer eine ziemliche Belastung für das Immunsystem. Auf die Idee, einem ohnehin geschwächten Tier noch eine Entwurmung "draufzuballern" wäre ich echt nicht gekommen. Warum ist das denn von Vorteil, Hornbläser?


Ein Schaf mit hohem Wurmbefall und einem Lamm (oder zwei, oder gar drei) lebt von der eigenen Substanz. Ein geschwächtes Schaf, das nach dem ganzen Lammungsstrapatzen noch ein wenig Wurmmittel bekommt, braucht vieleicht etwas länger um sich zu regeneriern, aber es kann sich zumindest regenerieren, da von den aufgenommenen Nahrungsmitteln auch was bleibt und nicht alles von den Parasiten aufgefressen wird.
Wegen solcher Fragen freue ich mich übrigens das Du wieder dabei bist.

Gruß der Hornbläser

Hallo, Hornbläser.

Okay, das leuchtet mir ein. Wobei ich dann vielleicht noch überlegen würde, lieber wenige Wochen nach dem Deckackt zu entwurmen...

Aber nee, du hast Recht: *logischesDenkenein* So ein Schaf läuft ja 150 Tage (ca. 5 Monate) mit dem Lamm, da kann der Bauch schon wieder voll mit Parasiten sein.

Mönsch toll, da habe ich ja wieder was gelernt! Danke!
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