Das Ouessant Forum

Normale Version: Zwillingsgeburt
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Hallo allerseits,
nachdem ich mich hier lange Zeit kaum habe blicken lassen wollte ich kurz schildern, dass wir am 22.04. eine Zwillingsgeburt hatten. Eine unserer beiden Auen hat zwei gesunde Lämmer (ein schwarzes Böckchen und eine braune Aue) zur Welt gebracht. Beide sind gesund und munter. Die Aue hat nur leider das Bocklämmchen nicht angenommen, so dass wir in den ersten drei Tagen wegen des Kolostrums viel zu tun hatten und das Böckchen häufiger angelegt haben. Mittlerweile sind wir aber auf Lämmermilch umgestiegen und hängen zweimal täglich eine Lämmerflasche Milch auf, die er auch gut annimmt. Die ersten Tage hat er die häufiger und gelegentlich warm bekommen, was aber nicht immer möglich war. Wenn wir die Lämmermilch kalt geben mussten haben wir die vorher mit Ameisensäure angesäuert (den Hinweis habe ich hier im Forum als Link gefunden). Auch das hat prima geklappt.

Ich hoffe, dass das auch weiterhin so gut klappt. Ich habe auf jeden Fall den Eindruck, dass sich beide Lämmer gleich gut entwickeln und bedanke mich für die hilfreiche Lektüre zur Flaschenlämmeraufzucht.
BTW: Fütterungshinweise etc. wurden hier verlinkt:
http://www.ouessant.de/Forum/Upload/show...hp?tid=114

Von dort stammt auch der Tipp mit dem Ansäuern der kalten Tränke. Dazu hätte ich dann noch eine Frage: Hat jemand Erfahrung damit, wie lange man die kalte Tränke ansäuern muss bzw. "verträgt" das Lamm kalte Tränke irgendwann auch ohne Zusatz von Ameisensäure?

Melchisedek schrieb:
Hat jemand Erfahrung damit, wie lange man die kalte Tränke ansäuern muss bzw. "verträgt" das Lamm kalte Tränke irgendwann auch ohne Zusatz von Ameisensäure?

Mahlzeit!

Ich habe keine Erfahrung mit Kalttränke, aber nach meinem Wissensstand ist das ansäuern unabdingbar....

Gruß der Hornbläser

P.S. Sind das HB-Tiere bzw. kannst Du das auf HB-Tiere zurückverfolgen, wenn ja würden mich die weiblichen Vorfahren interessieren....

Hallo
vielen dank erstmal für deine wortmeldung,
solange du -kalte tränke - zur freien verfügbarkeit anbietest, solltest du sie sauer legen(ameisensäure)!! frische oder rohmilch sollte sofort verfüttert werden,geht dies nicht, bleibt nur dein angewendetes verfahren.
viel erfolg vogtländer

Anton Hornbläser schrieb:
P.S. Sind das HB-Tiere bzw. kannst Du das auf HB-Tiere zurückverfolgen, wenn ja würden mich die weiblichen Vorfahren interessieren....

Den Vater könnte ich ggf. einigermaßen weit zurück verfolgen, aber von der Mutter weiß ich recht wenig. Die haben wir aus Dülmen (NRW) und unser Vorbesitzer hat die von einem Züchter (ob Herdbuch oder nicht weiß ich nicht) und die hatte ursprünglich zwei Ohrmarkten mit EMS als Anfangsbuchstaben. Ich kann jetzt gerade nicht schauen, was auf der Einen Marke noch steht, die sie gerade noch drin hat, aber ich brings mal im laufe der nächsten Tage in Erfahrung, wenn das weiter hilft.

Danke für die Hinweise wegen der kalten Tränke. Derzeit setzte ich abends (so gegen 19 Uhr, wenn ich von der Arbeit komme) einen Liter Milch für den kleinen warm (bei ca 45 °C) an und füttere das Lamm damit, sobald die Temperatur auf unter 40°C gefallen ist. Davon haut der kleine sich dann meist ganz schön was rein (Das sind heute so gute 200 ml gewesen, gestern etwas weniger, vorgestern noch weniger ...). Der Rest wird mit 0,3 ml / 100ml Milch 85% Ameisensäure versetzt, wenn er kalt ist und dann vorm Schlafengehen aufgehängt (so gegen 0 Uhr). Morgens so gegen 7:30 prüfe ich dann die Flasche und schüttle einmal gründlich durch, damit sich der Nuckel nicht zusetzt oder mach den sauber, wenn doch, aber das ist schon länger nicht mehr passiert. Außerdem lass ich den Unterdruck, der sich durch das Saugen bildet ab. Das ist vielleicht nicht nötig, kostet aber auch nichts.
Abends ist dann wohl noch Milch da, aber die schütte ich dann weg und setzte frische an. Heute Abend waren das auch nur gerade mal 200 ml. Mir kommt das recht viel vor, was der Kleine sich da so reinpfeift. Gibt es da Erfahrungswerte, oder klauen Mutter, oder Schwester, die im selben Stall stehen im die Milch weg? Ich konnte bisher nur ihn an der Flasche beobachten.

Scheint mir auch zu viel. Aber schon die Warmtränke als Einzeldosis. Hab derzeit zwei Heidschnuckenflaschenlämmer (vom 8.& 10.4.), die bekommen jetzt mit knapp 7kg grad' mal soviel (Warmtränke). Kennst du das Geburtsgewicht? Was wiegt es jetzt?

Ciao, Sabine
Ich habe die ehrlich gesagt nicht gewogen. Möglicherweise nuckelt seine Schwester (oder gar auch die Mutter?!?) da auch dran rum. Heute morgen war es aber auf jeden Fall einiges weniger. Mal schauen, was ich gleich erleben werde.
Hallo
wenn schwester und auch (Mutter) daran nuckeln ist dies nicht so schlimm_ in meinem augen_, die hauptsache ist das beide lämmer gewicht zunehmen.sollte dies so sein , freue ich mich mit dir.
gruss vogtländer
Ein bekannter züchter von mir hatte letztes jahr zwillinge, und auch sein böckchen musste an die flasche, leider hat sich der liebe kleine zu einen terroristen entwikkelt, der jetzt in die tiefkühltruhe abwandern wird. Auch kastration hat nicht geholfen.
Ouessantböcke an der flasche ist immer das risiko da das die sich als "stosser" entwikkeln.
Mein rat noch gib ihm nur die flasche und schubs ihn danach gleich wieder weg .Ich weiss das klinkt hart aber es muss sein anders wird sein schicksal die tiefkühltruhe werden.
Bei auen im ist wieder das gegenteil erwünscht , eine flaschenaue wird eine freundin fürs leben :-)
lg mar
Hallo,
unser "Stefan" (jetzt 2 Jahre) war auch ein Flaschenlamm, weil die Mama keine Milch hatte. Er ist der liebste Bock der Welt, sehr anhänglich, aber nie aggressiv und boxt nicht. Er hatte im Winter eine Verletzung am Kopf, musste alle paar Tage zum Tierarzt, wir sind mit ihm auf dem Schoß im Auto dahingefahren und er war sooooo tapfer, er wurde zum Liebling der Arztpraxis und der Aufwand hat sich gelohnt, alles wieder verheilt. Was ich damit sagen will - keine Regel ohne Ausnahme, auch Flaschenböcke können brav bleiben!

Grüße
Wölkchen
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