10.06.2010, 00:05
Hallo,
ich möchte hier etwas sehr Trauriges berichten. Vielleicht weiss jemand von Euch etwas dazu zu sagen oder hat ähnliches erlebt?
Vor fast genau zwei Wochen wurden unsere vier Quessants (1 Bock, 3 Auen) von professionellen Schafscherern geschoren (hat gerade mal 10-15 Minuten gedauert). Habe darauf hingewiesen, dass sie vorsichtig sein sollen, da Quessants Glöckchen am Hals haben. Insgesamt sind sie recht ruppig (wie ich finde) mit den Schafen umgegangen. Sie hatten zuvor schon 80 Schafe geschoren.
Wie zu befürchten, wurde unserem Böckchen (3-Jahre alt) ein Glöckchen ab-/angeschnitten.
Die TA sagte, dass sei nicht so schlimm. Die TA hat dann gleich noch die Klauen geschnitten und eine Wurmkur durchgeführt (Panacur Boli, die geschluckt werden mussten).
Gleichzeitig hab ich die Schafe auf ein neues Wiesenstück mit neu gebautem Unterstand gesetzt (sie sollten es nach der Schur gut haben ;-)).
Seit der Schur hat sich unser Böckchen verändert verhalten. Er ist sonst ein ziemlicher Rabaucke gewesen, der - seitdem die Lämmer da sind - niemanden auch nur in die Nähe der Wiese gelassen hat (blaue Flecken und Attaken gegen die Tore waren nichts ungewöhnliches).
Doch nach der Schur hielt er Abstand und war deutlich ruhiger. Ich dachte: "Naja, vielleicht hat ihn der Umgang mit den Schafscherern etwas Respekt eingeflöst oder er ist noch etwas geschockt?" Er hat aber normal gefressen, soweit ich das beurteilen kann. Vielleicht etwas übermäßig viel Heu, obwohl noch Gras auf der Wiese ist.
Dann hielt er sich immer öfter im Unterstand auf, liegend und stehend. Meine Frau meinte "Na Böckchen scheint der Unterstand zu gefallen, da kann er die Wiese überblicken und seine Herde beobachten ohne in die Sonne gehen zu müssen."
Ich fand es ein wenig merkwürdig, als er seit ein paar Tagen nicht mehr angerannt kam, wenn ich mich der Wiese näherte, sondern lieber im Unterstand stehen/liegen blieb. "Na, ist er doch friedlich geworden, vielleicht weil die Lämmer jetzt größer sind?". Letztendlich kam er dann aber doch zögerlich angetrottet hat aber nicht geboxt, sondern war völlig friedlich und hat dann gemächlich sein Heu gefressen. Er zeigte aber keinerlei äussere Anzeichen (soweit ich das als Laie beurteilen kann) für eine Krankheit oder Schmerzen und sah ganz normal aus.
Nun war ich ein paar Tage krank und hatte meine Frau vorgestern noch gefragt, was Böckchen so macht, als sie von der Weide zurückkam. Er sei ganz munter und würde mit den Frauen und Lämmern auf der Wiese grasen, wäre aber immer noch sehr zurückhaltend und kein bißchen aggresiv.
Ich kann von unserem Haus aus auf die Wiese sehen und habe die Schafe gestern Abend noch beobachtet. Böckchen (kam in den letzten Tagen nur morgens und abends aus dem Unterstand, was ich auf das heisse Wetter zurückgeführt habe) hat das Heu gefressen und dann mit den anderen gegrast. Es wirkte alles ganz normal.
Heute mittag kam ich auf die Wiese und da lag Böckchen und war tot. Er hatte etwas Schaum vor dem Maul, sah aber sonst völlig unversehrt aus. Habe sofort die TA angerufen. Sie meinte, das kommt vor. Mit 3 Jahren sei zwar etwas früh, aber das passiert nun mal. Schaum vor dem Maul sei auch normal, wenn ein Schaf stirbt. Sie wollte sich das Tier auch nicht mehr angucken, da könne sie ohnehin nichts mehr diagnosizieren.
Ich sollte die anderen Tiere in den nächsten Tagen genau beobachten und wenn irgendetwas auffällig sei, ihr Bescheid sagen. Ich könne das tote Tier auch in die Tierärztliche Hochschule zur Obduktion bringen, wenn ich die Todesursache wissen möchte aber das wäre sehr teuer und lohnt sich nur für große und wertvolle Tierbestände (das ist wohl die ernüchternde Realität).
Tja, das wars. Nun ist unser Böckchen nicht mehr.
Jetzt bin am wundern, woran es gelegen haben kann. Sicher gibt es tausend Möglichkeiten (was falsches gefressen, Herzinfarkt oder sonst etwas), aber ich meine, der Tot hängt unmittelbar mit der Schur, dem Klauenschneiden oder der Wurmkur zusammen. Seit diesem Tag war Böckchen verändert. Kann dabei etwas passieren? Die Wurmkur scheint von den Nebenwirkunken unproblematisch und keinesfalls tödlich, selbst bei Überdosierung. Die kleine Verletzung an dem Glöckchen war auch wieder gut verheilt.
Habt Ihr eine Idee dazu, damit das nicht wieder passiert? Die TA war mir keine wirklich große Hilfe (werde sie vermutlich wechseln, scheint mir nicht so sehr mit Schafen bewandert).
ich möchte hier etwas sehr Trauriges berichten. Vielleicht weiss jemand von Euch etwas dazu zu sagen oder hat ähnliches erlebt?
Vor fast genau zwei Wochen wurden unsere vier Quessants (1 Bock, 3 Auen) von professionellen Schafscherern geschoren (hat gerade mal 10-15 Minuten gedauert). Habe darauf hingewiesen, dass sie vorsichtig sein sollen, da Quessants Glöckchen am Hals haben. Insgesamt sind sie recht ruppig (wie ich finde) mit den Schafen umgegangen. Sie hatten zuvor schon 80 Schafe geschoren.
Wie zu befürchten, wurde unserem Böckchen (3-Jahre alt) ein Glöckchen ab-/angeschnitten.
Die TA sagte, dass sei nicht so schlimm. Die TA hat dann gleich noch die Klauen geschnitten und eine Wurmkur durchgeführt (Panacur Boli, die geschluckt werden mussten).
Gleichzeitig hab ich die Schafe auf ein neues Wiesenstück mit neu gebautem Unterstand gesetzt (sie sollten es nach der Schur gut haben ;-)).
Seit der Schur hat sich unser Böckchen verändert verhalten. Er ist sonst ein ziemlicher Rabaucke gewesen, der - seitdem die Lämmer da sind - niemanden auch nur in die Nähe der Wiese gelassen hat (blaue Flecken und Attaken gegen die Tore waren nichts ungewöhnliches).
Doch nach der Schur hielt er Abstand und war deutlich ruhiger. Ich dachte: "Naja, vielleicht hat ihn der Umgang mit den Schafscherern etwas Respekt eingeflöst oder er ist noch etwas geschockt?" Er hat aber normal gefressen, soweit ich das beurteilen kann. Vielleicht etwas übermäßig viel Heu, obwohl noch Gras auf der Wiese ist.
Dann hielt er sich immer öfter im Unterstand auf, liegend und stehend. Meine Frau meinte "Na Böckchen scheint der Unterstand zu gefallen, da kann er die Wiese überblicken und seine Herde beobachten ohne in die Sonne gehen zu müssen."
Ich fand es ein wenig merkwürdig, als er seit ein paar Tagen nicht mehr angerannt kam, wenn ich mich der Wiese näherte, sondern lieber im Unterstand stehen/liegen blieb. "Na, ist er doch friedlich geworden, vielleicht weil die Lämmer jetzt größer sind?". Letztendlich kam er dann aber doch zögerlich angetrottet hat aber nicht geboxt, sondern war völlig friedlich und hat dann gemächlich sein Heu gefressen. Er zeigte aber keinerlei äussere Anzeichen (soweit ich das als Laie beurteilen kann) für eine Krankheit oder Schmerzen und sah ganz normal aus.
Nun war ich ein paar Tage krank und hatte meine Frau vorgestern noch gefragt, was Böckchen so macht, als sie von der Weide zurückkam. Er sei ganz munter und würde mit den Frauen und Lämmern auf der Wiese grasen, wäre aber immer noch sehr zurückhaltend und kein bißchen aggresiv.
Ich kann von unserem Haus aus auf die Wiese sehen und habe die Schafe gestern Abend noch beobachtet. Böckchen (kam in den letzten Tagen nur morgens und abends aus dem Unterstand, was ich auf das heisse Wetter zurückgeführt habe) hat das Heu gefressen und dann mit den anderen gegrast. Es wirkte alles ganz normal.
Heute mittag kam ich auf die Wiese und da lag Böckchen und war tot. Er hatte etwas Schaum vor dem Maul, sah aber sonst völlig unversehrt aus. Habe sofort die TA angerufen. Sie meinte, das kommt vor. Mit 3 Jahren sei zwar etwas früh, aber das passiert nun mal. Schaum vor dem Maul sei auch normal, wenn ein Schaf stirbt. Sie wollte sich das Tier auch nicht mehr angucken, da könne sie ohnehin nichts mehr diagnosizieren.
Ich sollte die anderen Tiere in den nächsten Tagen genau beobachten und wenn irgendetwas auffällig sei, ihr Bescheid sagen. Ich könne das tote Tier auch in die Tierärztliche Hochschule zur Obduktion bringen, wenn ich die Todesursache wissen möchte aber das wäre sehr teuer und lohnt sich nur für große und wertvolle Tierbestände (das ist wohl die ernüchternde Realität).
Tja, das wars. Nun ist unser Böckchen nicht mehr.
Jetzt bin am wundern, woran es gelegen haben kann. Sicher gibt es tausend Möglichkeiten (was falsches gefressen, Herzinfarkt oder sonst etwas), aber ich meine, der Tot hängt unmittelbar mit der Schur, dem Klauenschneiden oder der Wurmkur zusammen. Seit diesem Tag war Böckchen verändert. Kann dabei etwas passieren? Die Wurmkur scheint von den Nebenwirkunken unproblematisch und keinesfalls tödlich, selbst bei Überdosierung. Die kleine Verletzung an dem Glöckchen war auch wieder gut verheilt.
Habt Ihr eine Idee dazu, damit das nicht wieder passiert? Die TA war mir keine wirklich große Hilfe (werde sie vermutlich wechseln, scheint mir nicht so sehr mit Schafen bewandert).
