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IGOU Treffen 2015 in Lindern, Photos und Ergebnisse
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TomTom
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IGOU Treffen 2015 in Lindern, Photos und Ergebnisse

Hallo,

hier nun der erste Teil des Berichtes über das IGOU Jahrestreffen 2015 in Lindern, Niedersachsen, das vom 28. bis zum 30. August stattfand und im Rahmen der "Oldenburger Münsterlandschau" als Bundesschau ausgerichtet war.

Die traditionsreiche "Oldenburger Münsterlandschau" verbindet seit langem eine Tierschau, auf der die verschiedensten Nutztierrassen präsentiert werden, mit einer umfangreichen Gewerbeschau. Die Veranstaltung gehört zu den bedeutendsten dieser Art im Südoldenburger Raum. In diesem Jahr war es der IGOU möglich hier ihr Jahrestreffen mit angeschlossener Austellung der Tiere auszurichten. Dafür bedanken wir uns bei allen Beteiligten und Organisatoren, insbesondere auch bei der Familie Moorkamp, die eine Halle als Nachtquartier für die Ouessants zur Verfügung gestellt hat. Zu betonen ist auch das Engagement von Armin Bergmann, der die Veranstaltung für die IGOU hervorragend organisiert und vorbereitet hat. Vielen Dank für diesen Einsatz.


Insgesamt beteiligten sich die folgenden 17 Züchter mit der Austellung von Tieren an der Veranstaltung:

Artelt, Ralf, Schafzuchtverband Berlin-Brandenburg e.V.
Bergmann, Johanne u. Armin, Landes-Schafzuchtverband Weser-Ems e.V.
Bergmann, Paul, Landes-Schafzuchtverband Weser-Ems e.V.
Borchers, Christel, Landesschafzuchtverband Niedersachsen e.V.
Derks, Apollonia, Bayern
Feddersen, Horst, Landesverband Schleswig-Holsteinischer Schafzüchter e.V.
Hübner, Eberhard, Sächsischer Schaf- und Ziegenzuchtverband e.V.
Hüllmann, Willi, Landesverband Schleswig-Holsteinischer Schafzüchter e.V.
Kreinest, Ludger u. Franz-Josef, Landes-Schafzuchtverband Weser-Ems e.V.
Marbach, Hartmut, Landesverband Thüringer Schafzüchter e.V.
Meyer, Cornelia, Landesschafzuchtverband Niedersachsen e.V.
Meyer, Horst, Landesschaf- und Ziegenzuchtverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Mohaupt, Brigitte, Schafzüchtervereinigung Nordrhein-Westfahlen e.V.
Paul, Gerhard, Landes-Schafzuchtverband Weser-Ems e.V.
Reichenbach, Uta, Landesschafzuchtverband Baden-Württemberg e.V.
Schneider, Jürgen, Landes-Schafzuchtverband Weser-Ems e.V.
Schulze, Michael, Schafzuchtverband Berlin-Brandenburg e.V.

Die Jury bestand aus zwei international erfahrenen Richtern: Henk Slaghuis vom niederländischen Zuchtverband FOS und Dr. Horst Roller, ehemaliger IGOU Vorsitzender und Mitglied im Landesschafzuchtverband Baden-Württemberg e.V. Ihnen gebührt unser Dank für ihr tolles Engagement und ihre ausgewogenen Urteile.


Insgesamt wurden 93 Ouessants im Ring vorgestellt, davon stellten mit 61 Schafen die Tiere mit klassischer schwarzer Fliesfarbe nahezu zwei Drittel der Gesamtmenge. Mit 20 braunen Ouessants war dieser Farbschlag im Vergleich zu den Vorjahren dieses mal relativ zahlreich vertreten. Desweiteren waren in Lindern neben acht weißen Ouessants ein graues Tier und drei Schimmel anwesend. Bemerkenswert ist mit 43 Tieren der hohe Anteil der Böcke an den präsentierten Ouessants.



In der Klasse I, der Klasse der Altböcke schwarz, wurden sechs Tiere vorgestellt. Das Bild zeigt die Kat.Nrn. 1 bis 3. Bei allen drei Tieren handelt es sich um Böcke aus rein bretonischen Linien. Die Kat.Nr. 1, Émile aus der Zucht von Claude Billès, Frankreich, hier links im Bild, wurde zwar als schön im Typ hervorgehoben, dann aber doch weiter nach hinten rangiert. Émile wurde mit einer Größe von 46,0 cm gemessen, Gewicht: 18,0 kg. Die Kat.Nr. 3, rechts im Bild, ist Francois aus der Zucht von Ingo Giebner, Besitzer: Hartmut Marbach. Die Jury hob das gute Verhältnis zwischen seinem Gewicht, 21,6 kg, und seiner Größe von 46,0 cm hervor. Auch die guten Übergänge zwischen den Körperpartien wurden gelobt. Nachteilig angemerkt wurde sein nicht ganz so gutes Gebiss.
Sieger dieser Klasse wurde die Kat.Nr. 2, der inzwischen sechsjährige Bock Remus 7 vom Tannenhof, Größe: 47,5 cm, Gewicht: 18,0 kg, hier in der Bildmitte. Züchter: Alfred Jansen, Besitzer: Jürgen Schneider. Ausschlaggebend für die Entscheidung der Jury waren u.a. der harmonische Körperbau des Bockes sowie seine Ausstrahlung. Remus 7 gewann in Lindern seinen dritten Titel. Im Jahr 2010 wurde er auf dem IGOU Treffen in Nordhorn Sieger bei den schwarzen Jährlingsböcken und bereits 2013 in Pölzig ebenfalls Sieger bei den schwarzen Altböcken.



Beim Wettbewerb der Klasse II, zweijährige Böcke schwarz, wurden insgesamt neun Tiere in zwei Gruppen vorgestellt. Die Aufnahme zeigt die beiden jeweils Gruppenersten bei der Ermittlung des Klassensiegers. Rechts im Bild der Reservesieger dieser Klasse Kat.Nr. 13, Andor v. Brink, Größe: 44,5 cm, Gewicht: 18,6 kg, Züchter und Besitzer: Ludger und Franz-Josef Kreinest. Ein Bock mit guten, zueinander ausgewogenen Maßen. Angemerkt wurde sein leicht hängendes Becken, ein Umstand der sich negativ auf die Stellung der Hinterbeine auswirkt.
Links der Klassensieger Kat.Nr. 8, SEL Pern 3, Größe 47,0 cm, Gewicht: 15,8 kg, Züchter und Besitzer: Jürgen Schneider. Ausschlaggebend für die Juryentscheidung war die bessere Beinstellung von SEL Pern 3 sowie seine männliche Ausstrahlung.



Job finished. Die beiden Sieger der Klassen I und II nach getaner Arbeit in ihrer Bucht.



Bei der Vorstellung der schwarzen Jährlingsböcke wurden die zehn Tiere ebenfalls in zwei Gruppen präsentiert. In dieser Klasse wurden auch Böcke vorgestellt, die mit einer Größe von 47,0 cm, 47,5 cm und 48,0 cm für Jährlinge im Grunde schon zu groß geworden sind und daher eine eher bedenkliche Prognose hinsichtlich ihrer späteren Endgröße gestellt werden muss. Ein Jährlingsbock war mit 50,0 cm bereits außerhalb des Standards. Er kam gar nicht erst in den Ring. Das Bild zeigt die Präsentation der ersten Gruppe.



Zu den Beurteilungskriterien der Jury zählt auch die Zahngesundheit der Tiere. Hier die Kat.Nr. 21, Größe: 44,5 cm, Gewicht: 13,4 kg, Züchter und Besitzer: Eberhard Hübner. Die Jury hält den Bock für etwas zierlich, zählte ihn aber dennoch zu den sehr guten Jährlingsböcken dieser Klasse. Er wurde Zweiter in seiner Gruppe.



Hier sind die beiden jeweiligen Gruppenersten zu sehen. Links der Reserversieger dieser Klasse, Kat.Nr. 24, Curd, Größe: 42,5 cm, Gewicht: 15,2 kg, Züchterin und Besitzerin Uta Reichenbach. Curd ist ein sehr schöner Bock. Leider weist er einen leichten Fundamentmangel auf. Rechts im Bild der Sieger dieser Klasse, Kat.Nr. 19, Rämald, Größe 45,5 cm, Gewicht: 15,4 kg, Züchter und Besitzer: Johanne und Armin Bergmann. Die Jury lobte Rämalds korrekten und ausgewogenen Körperbau sowie seinen schönen Kopf. Als Anmerkung wies sie darauf hin, dass Böcke in der Zucht nicht unbedingt noch kürzer in der Mittelhand werden sollten. Rämald wurde aufgrund seines orthopädisch korrekteren Körperbaues Klassensieger.



In der Klasse der Altböcke der Farben braun und weiß wurden nur drei Tiere im Ring vorgestellt. Ein vierjähriger brauner Bock aus einer niederländischen Zucht wurde mit einer Größe von 50,0 cm gemessen und wurde daher gar nicht erst im Ring präsentiert. Sieger dieser Klasse wurde der vierjährige braune Bock Riwal van de Watermolen, Kat.Nr. 28, Züchter: Koen Dieker, Niederlande, Besitzerin: Cornelia Meyer. Die Jury betonte den guten Körperbau, insbesondere die gute Hinterhand des Bockes. Angemerkt wurde, dass er mit 49,0 cm etwas groß sei und mit 24.2 kg auch etwas schwer. Riwal, hier vorne links zu sehen, wurde in Lindern von einer Züchterkollegin vorgestellt.



In der Klasse V wurden drei zweijährige weiße Böcke vorgestellt. Alle drei wiesen ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Größe und Gewicht auf. Exemplarisch dafür steht der Siegerbock Lorenzo, Kat.Nr. 32, hier links im Bild, mit einer Größe von 45,5 cm und einem Gewicht von 19,2 kg. Lorenzo ist unverkennbar ein Lodiciant-Sohn. Es handelt sich bei ihm um einen sehr schönen und männlichen Bock mit korrektem Körperbau und guten Übergängen zwischen den Körperpartien. Lorenzos Züchterin und Besitzerin ist Christel Borchers.



In der Klasse VI wurden die zweijährigen Böcke der übrigen Farben zusammengefasst. Insgesamt wurden vier Tiere vorgestellt. Es handelte sich, auf dem Bild von links nach rechts, um einen braunen, einen grauen (gris) und zwei schimmelfarbene Böcke.



Sieger in dieser Klasse wurde der schimmelfarbene Bock Frieder vom Brink, Kat.Nr. 37, der mit einer Größe von 45,0 cm bei einem Gewicht von 21,4 kg das ausgewogendste Verhältniss aufwies und zudem auch sonst den besten Eindruck in der Klasse machte. Betont wurden der korrekte Körperbau und die schönen Hörner. Frieders Züchter und Besitzer sind Ludger und Franz-Josef Kreinest. Nach Aussage der Züchter handelt es sich bei Frieders Fliesfarbe konkret um braunschimmel.


Sobald ich die Zeit finde arbeite ich an der Fortsetzung des Berichtes zu dem IGOU-Treffen 2015 in Lindern. Ich bitte um etwas Geduld.

Viele Grüße,
TomTom.

08.09.2015 22:12
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TomTom
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Beitrag: #2
RE: IGOU Treffen 2015 in Lindern, Photos und Ergebnisse

Hallo,

hier nun die Fortsetzung des Berichtes über das IGOU-Treffen 2015 in Lindern.


Aufstellung für die Klasse VII, Jährlingsböcke der Farben braun und grau. Im Ring waren jedoch ausschließlich braune Tiere ausgestellt, da der einzige für diese Klasse gemeldete graue Bock nicht anwesend war. Im Vordergrund ist ein Tier mit einer engeren Hornstellung zu sehen. Böcke mit Hornstellungen dieser Art sind, obwohl im Erscheinungsbild der Rasse durchaus nicht untypisch, auf IGOU-Treffen relativ selten anwesend. Mit einer Größe von 49,0 cm und einem Gewicht von 20,8 kg ist dieser Bock allerdings für einen Jährling deutlich zu groß. Dementsprechend wurde er im Wettbewerb ganz nach hinten rangiert.



Sieger in dieser Klasse wurde der 45,0 cm große und 15,2 kg schwere Bock Bogomir aus der Zucht und dem Besitz von Uta Reichenbach. Die Jury sah in ihm ein korrektes Tier, dem sein Kopf und seine Hörner eine zusätzliche Ausstrahlung verleihen. Letzteres war im Vergleich zu fast gleichwertigen Tieren im Ring auch ausschlaggebend für die Juryentscheidung.



Bevor ich mit der Präsentation der weiblichen Ouessantschafe in Lindern fortfahre möchte ich zwei Personen würdigen, die ihre Aufgabe sehr überzeugend und ausgewogen erfüllt haben: die Jury. Vielen Dank für Eure kompetente Arbeit.



Ebenfalls zu würdigen ist der Besuch einer Gruppe von erfahrenen Züchtern und Körmeistern (keurmeesters) vom niederländischen Ouessantschaf-Zuchtverband FOS. Wir haben uns sehr über die Aufmerksamkeit gefreut, mit der diese Züchterkollegen die Veranstaltung verfolgt haben.



Mit insgesamt elf Tieren wurde die Klasse der Altschafe schwarz in zwei Gruppen vorgestellt. Siegerin in der ersten Gruppe und Reservesieger wurde, hier im Bild, die 45,5 cm große und 14,0 kg schwere vierjährige Aue Beate, Kat.Nr. 49, aus der Zucht von Horst Roller und dem Besitz von Apollonia Derks. Die Aue verfügt über relativ viel Volumen, ein Merkmal das insbesondere dann ausschlaggebend ist, wenn bei der Bewertung ein besonderer Akzent auf die Eignung als Zuchttier gesetzt wird.
Die Rangierung wurde in dieser Gruppe von Henk Slaghuis alleine vorgenommen. Er wies darauf hin, dass bei der Beurteilung eines Tieres eine zu frühe Schur ungünstig ist. So konnte ein bereits im Mai geschorenes Tier aus dieser Gruppe aufgrund der inzwischen stark nachgewachsenen Wolle kaum fachgerecht beurteilt werden. Dementsprechend wurde die Aue auf die hinteren Platzierungen rangiert.



Den Gruppensieg in der zweiten Gruppe und anschließend den Klassensieg errang die dreijährige Aue Mariella, Kat.Nr. 52, Größe: 44,0 cm, Gewicht: 14,2 kg, aus der Zucht von Johanne und Armin Bergmann. Die Jury betonte den perfekten, ausgesprochen ausgeglichenen Körperbau sowie die sehr guten Maße der Aue. Mariella wurde im Ring von einer Züchterkollegin vorgestellt.



In der achtköpfigen Gruppe der zweijährigen Schafe mit schwarzer Fliesfarbe konnte aufgrund ihres Körperbaus die Aue Marie den Sieg für sich verbuchen. Marie, Kat.Nr. 64, Größe: 45,0 cm, Gewicht: 16,0 kg, aus der Zucht und dem Besitz von Willi Hüllmann, hatte im Ring eine eventuell gleichwertige Konkurentin. Diese war allerdings ebenfalls wegen ihrer frühen Schur letztendlich nicht gut zu beurteilen. Also auch hier wieder der Hinweis nicht zu früh zu scheren.



Mit 17 Schafen bildeten die schwarzen Jährlingsschafe die Klasse mit der höchsten Anzahl an Tieren. Im Ring wurden sie in drei seperaten Gruppen vorgestellt. In der ersten Gruppe stand die Entscheidung der Jury schnell fest. Gruppensiegerin wurde die als sehr hochwertig beurteilte und zudem im Ring auch sehr harmonisch stehende Jährlingsaue Rubina vom Wollmicker, Kat.Nr. 67, Größe: 44,5 cm, Gewicht: 15,0 kg, Züchterin und Besitzerin: Brigitte Mohaupt.



In der zweiten Gruppe der schwarzen Jährlingsauen ging der Gruppensieg verdient an die mit ihrem guten Typ und guten Maßen überzeugende Jährlingsaue Salomée, Kat.Nr. 76, Größe: 43,5 cm, Gewicht: 12,6 kg, Züchter und Besitzer: Paul Bergmann. Salomée, hier präsentiert von einer Züchterkollegin, wurde anschließend Reservesiegerin dieser Klasse. Die Jury merkte die Neigung zu gespreizten Klauen bei der Aue an.



Den Klassensieg bei den schwarzen Jährlingsauen errang die Siegerin der dritten Gruppe Marlène, Kat.Nr. 82, Größe: 44,5 cm, Gewicht: 12,6 kg, Züchter und Besitzer: Johanne und Armin Bergmann. Marléne wurde im Ring von einem Züchterkollegen vorgestellt. Die Jury zeigte sich von dieser Aue überzeugt. Sie machte im Vergleich zu den beiden anderen Gruppensiegerinnen den besten Eindruck, auch aufgrund ihres hervorragenden Körperbaus (was auf diesem Photo nicht ganz deutlich wird).


Bald folgt ein abschließender Teil des Berichtes vom IGOU-Treffen 2015 in Lindern. Ich bitte um Geduld.

Viele Grüße,
TomTom.

15.09.2015 22:02
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TomTom
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Beitrag: #3
RE: IGOU Treffen 2015 in Lindern, Photos und Ergebnisse

Hallo,

es folgt der Abschluss des Berichtes über das IGOU-Treffen 2015 in Lindern.


In der Klasse der weißen Jährlingsschafe ging der Siegertitel an die hier rechts im Bild zu sehende Aue Bonita, Kat. Nr. 83, aus der Zucht und dem Besitz von Christel Borchers. In dieser Klasse nahmen nur drei Tiere an dem Wettbewerb teil. Bonita wurde als nahezu gleichwertig mit der Zweitplazierten angesehen, der Jährlingsaue Laura, Kat.Nr. 85, ebenfalls aus der Zucht und dem Besitz von Christel Borchers, hier links im Bild. Beide Tiere haben übrigens auch die gleichen Maße: Größe, 44,5 kg, Gewicht: 12,2 kg. Den Ausschlag bei der Rangierung gab letztendlich die Form des Schwanzes, der bei Bonita etwas weniger bewollt ist. Dieses Kriterium spielt insbesondere bei Richtern niederländischer Schule eine Rolle. Im Ursprungsland der Rasse, in Frankreich, wird eine Bewollung des Schwanzes, insbesondere der Schwanzspitze, weder als rasseuntypisch noch als negativ angesehen.



An der Vorstellung der Klasse XII, Altschafe braun und weiß, nahmen vier Tiere teil. Im Ring gab es ein Wiedersehen mit der inzwischen siebenjährigen Manna 1 vom Tannenhof, einer in die Jahre gekommenen Queen der Zucht brauner Ouessantschafe. Manna, Kat.Nr. 86, hatte dreimal, 2009 als Jährlingsschaf sowie 2010 und 2011 als Altschaf, die Klasse schönstes Schaf auf IGOU Treffen gewonnen. Züchter: Alfred Jansen, Besitzer: Gerhard Paul, Größe: 45,0 cm, Gewicht: 11,6 kg. Inzwischen mangelt es Manna ein wenig an Ausstrahlung und auch an Gewicht, so dass sie in Lindern nur Drittplazierte wurde.



Siegerin in dieser Klasse wurde die vierjährige weiße Aue Pepsi of Glencairn, Kat.Nr. 87, Größe 43,0 cm, Gewicht: 13,8 kg, Züchterin: Manuela Schalla, Besitzerin: Christel Borchers. Die Jury betonte den harmonischen Körperbau, der dem Tier auch viel Inhalt verleiht sowie die guten Übergänge der Aue. Auch für Pepsi war diese Prämierung nicht der erste Titelgewinn. Sie hatte bereits beim IGOU Treffen 2012 als Jährlingsaue einen Klassensieg erringen können.



Auch am Wettbewerb der zweijährigen Schafe mit brauner Fliesfarbe waren lediglich drei Tiere beteiligt. Erstplazierte wurde, hier links im Bild, die Aue Herta, Kat.Nr. 90, Größe: 44,5 cm, Gewicht: 14,8 kg, Züchter und Besitzer: Horst Meyer. Herta ist nur geringfügig kleiner als die Zweitplazierte, ihre in der Bildmitte zu sehende Halbschwester Hanna, ebenfalls aus der Zucht und dem Besitz von Horst Meyer. Bei beiden Tieren handelt es sich nach Ansicht der Jury um schön proportionierte Typen, bei denen allerdings die Wolle etwas geschlossener sein könnte.



In der Klasse der Jährlingsschafe andere Farben wurden drei braune sowie ein schimmelfarbenes Tier präsentiert. Letzteres wurde aufgrund ihres eher untypischen Kopfes auf den letzten Platz rangiert.



Siegertier dieser Klasse wurde Mandy von Laarwolde, Kat.Nr. 96, Größe: 42,0 cm, Gewicht: 10,4 kg, Züchter und Besitzer: Gerhard Paul. Die Jury erkannte in Mandy, einer Enkelin von Manna 1 vom Tannenhof, ein rundum schönes Tier mit viel Potential, das allerdings aktuell etwas mager ist und somit durchaus mehr Fülle haben könnte.


Abschließend wurden durch die Jury unter den Siegertieren der verschiedenen Klassen die Titel bester Bock und schönstes Schaf vergeben.



Bester Bock wurde der Sieger der Klasse II, zweijährige Böcke schwarz, Kat.Nr. 8, SEL Pern 3, Größe 47,0 cm, Gewicht: 15,8 kg, Züchter und Besitzer: Jürgen Schneider. In der Erleuterung ihrer Entscheidung machte die Jury deutlich, dass sie in SEL Pern 3 einen Zweinutzungsbock sieht, ein Tier, dass sowohl in der Zucht als auch auf Ausstellungen sehr gut zu verwenden ist.



Den Titel schönstes Schaf konnte die Siegerin der Klasse VIII, Altschafe schwarz, Mariella, Kat.Nr. 52, Größe: 44,0 cm, Gewicht: 14,2 kg, aus der Zucht von Johanne und Armin Bergmann verdient für sich verbuchen. Mariella überzeugte auch in dieser Schlussrunde durch ihren Körperbau und präsentierte sich zudem hervorragend, wie auch auf dem Photo gut zu sehen ist.


An dieser Stelle noch ein herzliches Dankeschön an Ralf Artelt für die souveräne Schauleitung und an Cornelia Meyer für die zuverlässige Dokumentation der Rangierungen.
Ebenfalls bedanken möchte ich mich bei Brigitte Mohaupt, Uta Reichenbach und Andrea Stölzel für die Hilfe beim Photographieren.

Viele Grüße,
TomTom.

21.09.2015 22:25
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Anton Hornbläser
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Beitrag: #4
RE: IGOU Treffen 2015 in Lindern, Photos und Ergebnisse

Mahlzeit,

besten Dank für den wieder durchweg guten Bericht lieber tomtom.

Der Katalog folgt wenn ich aus Frankreich zurück bin.

Gruß der hOrnbläser



Angehängte Datei(en)
.pdf File  P Katalog Lindern V7.pdf (Größe: 935.18 KB / Downloads: 105)

Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 01.10.2015 08:42 von Anton Hornbläser.

21.09.2015 22:39
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Butterblume
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Beitrag: #5
RE: IGOU Treffen 2015 in Lindern, Photos und Ergebnisse

@ Hornbläser und TomTom

Es war für mich sehr informativ und interessant direkt vor Ort und der Bericht mit den Bildern ist das Sahnehäubchen auf dem Ganzen. Vielen Dank für die tolle Organisation der Veranstaltung.

Gruß

Cornelia

22.09.2015 16:30
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Beitrag: #6
RE: IGOU Treffen 2015 in Lindern, Photos und Ergebnisse

Hallo Cornelia,

vielen Dank für das Lob mit dem Sahnehäubchen.

Viele Grüße,
TomTom.

23.09.2015 15:58
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Anton Hornbläser
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Beitrag: #7
RE: IGOU Treffen 2015 in Lindern, Photos und Ergebnisse

Mahlzeit,

der Katalog ist jetzt online, siehe Beitrag 4

Gruß der hOrnbläser

01.10.2015 08:43
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InekeH
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Beitrag: #8
RE: IGOU Treffen 2015 in Lindern, Photos und Ergebnisse

Vielen Dank für den tollen Bericht (und natürlich die zugehörigen Fotos) und für die Zusammenstellung des Katalogs Smile

01.10.2015 20:20
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futzek
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Beitrag: #9
RE: IGOU Treffen 2015 in Lindern, Photos und Ergebnisse

Auch von mir ein Dank an alle Beteiligten für die schöne Veranstaltung.
Wir haben viele schöne Tiere sehen können - dafür sind die jährlich stattfindenden Schauen wirklich ideal.

Aus meiner Sicht ist jedoch die Auswahl einzelner Tiere auf den ersten Platz nur bedingt sinnvoll.
Der Ansatz die einzelnen Punkte eines Tieres zu bewerten wie Zähne, Hornstellung, Beinstellung, Wolle etc. wäre eine sinnvollere Möglichkeit Züchtern die richtige Auswahl zu erleichtern.
Gerade in Lindern gab es kaum die Chance zu verstehen was von den Richtern angemerkt wurde.
Zu den Tieren auf dem ersten Platz haben wir jetzt einige Details durch die Mithilfe von tomtom erfahren aber alle anderen Tiere die auch gut und sehr gut waren, bleiben hier auf der Strecke.
Zu vielen kann zudem ob des engen Zeitrahmens nicht alles was erwähnenswert ist gesagt werden.


Viele liebe Grüße

Martina

Fairness ist die Kunst sich in den Haaren zu liegen, ohne sich gegenseitig die Frisur zu zerstören
02.10.2015 08:38
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tweeklomp
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Beitrag: #10
RE: IGOU Treffen 2015 in Lindern, Photos und Ergebnisse

[quote=futzek]

Aus meiner Sicht ist jedoch die Auswahl einzelner Tiere auf den ersten Platz nur bedingt sinnvoll.
Der Ansatz die einzelnen Punkte eines Tieres zu bewerten wie Zähne, Hornstellung, Beinstellung, Wolle etc. wäre eine sinnvollere Möglichkeit Züchtern die richtige Auswahl zu erleichtern.


Ich schließe mich der Meinung von futzek an. Ich befürworte das niederländische System der Körung. Es ist wesentlich detalierte und erleichten den Züchtern und auch Käufern die Zucht/Auswahl der Tiere.
Zudem ist sehr schnell ersichtlich, wo einzelne Tiere oder Linien ihre Stärken haben.
Was den Zeitaufwand angeht, in Didam sind ca. 80 Tiere bewertet worden. Die ganze Körung war anschließend um ca. 14 Uhr abgelaufen.

Gruß tweeklomp

02.10.2015 10:25
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