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Planung einer Anfängerin: Ouessantgruppe
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Sommersproße
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Beitrag: #11
RE: Planung einer Anfängerin: Ouessantgruppe

socke schrieb:
Ach ja, du hast vorhin noch geschrieben, dass du erstmal einen Zaun und dann auf Dauer eine niedergelegte Hecke planst. Ich kenne "Hedge laying" nur aus England.
Meinst genau das??
Solltest du diesen Prozess ins Auge fassen würde ich dir davon ehrlich gesagt dringend abraten! Bedenke, dass es sich um Zwergschafe handelt und wie entsprechend klein Lämmer der Ouessants sind. Bei Texel, Merino & Co bekommt man die Hecke untenrum sicherlich entsprechend eng, so das kein Schaf abhauen kann (Hat man in UK ja lange genug so gemacht). Ob du die Hecke aber so dicht bekommst, dass deine Schafe dort drinne "Viehdicht" unter sind, wage ich doch zu bezweifeln. Außerdem ist es eine tierische Arbeit, die auch nicht mal eben binnen zwei, drei sondern in einem Zeitrahmen von etwa 8-15 Jahren (jawohl Jahre!!!) einplanen sollte! In diesen Abständen werden diese Hecken nämlich gelegt - und das immer wieder... Die Höhe ist auch nicht konstant, du musst sie schneiden, winden, etc... "Undichte" Stellen werden mit Zaun in der Regel übergangsweise geflickt, bis die Hecke wieder verwachsen ist, aber bei Ouessants tut es eben nicht mal eben ein Stück mit drei waagerechten Latten... die Kosten für Weißdorn (den nutzt man in UK meistens oder was du alternativ verwenden würdest) möchte ich jetzt nicht berechnen, aber giftig darfs ja nicht sein. Du benötigst außerdem immer wieder jede Menge (fast Unmengen! Und die wollen erst einmal geschnitten sein) Haselruten um dann auch zu ziehen und zu befestigen wenn du die Hecken legst. Das Thema Wölfe will ich gar nicht erst ansprechen. Außerdem gibt es noch das Thema Müll (du glaubst nicht, was sich in den Hecken alles für'n Dreck findet!), was sagt die Versicherung? falls doch mal Schafe abhauen und etwas passiert haftest du ja dafür, lustige Teenies die mal zündeln, etc.
Im Endeffekt machst du dir also doppelte Arbeit. Und wirst trotz super toller Hecke (entsprechende Pflege vorausgesetzt) den Zaun nie ganz los.
Ein gescheiter Zaun ist auf Dauer sicher besser zu pflegen...

Wie gesagt, versteh mich bitte nicht falsch, ich will dir die Hecke nicht schlecht reden, wenn sie gut gepflegt sind, sehen sie auch wirklich super aus (sogar im Herbst/ Winter ohne Laub!) aber für Ouessants ist es wohl eher nicht das passende.

Gruß Socke


Ok, also muss ich mir da wohl nochwas einfallen lassen. Es geht mir da nicht zwingend um das aussehen, sondern eher um den Nutzen als Windschutz und Verschmutzungsschutz von nebenan.
Ein Problem für mich ist, dass bei einer der Streuobstwiesen ein Nachbar sein Feld konventionell bewirtschaftet und beim Spritzen die vorgeschriebenen 2m Abstand zum Nachbarn nicht einhält(selbst wenn, der Wind...). Bedeutet, was auch immer er da auf sein Getreide einbringt, landet auch bei mir. Deshalb habe ich mir schon um die 300 Stecklinge aus einer bunten Hecke (Hartriegel, Weißdorn, Hasel, Schneebeere, Pfaffenhütchen etc) zusammen gesucht um eben eine Hecke zu pflanzen. Bei den Bäumen stört es mich ja schon, und wenn ich daran denke, dass meine Schäfchen dann alle paar Wochen in dem Chemikalien-Nebel von neban baden müssen... unschön )):
Also brauche ich dann wohl eh die doppelte Arbeit. Hecke mit Zaun innendrin. Oder hat jemand andere Ideen?

Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 13.03.2017 18:35 von Sommersproße.

13.03.2017 17:19
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Anton Hornbläser
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Beitrag: #12
RE: Planung einer Anfängerin: Ouessantgruppe

Bis Du aus den Stecklingen ein schöner Knick geworden ist geht reichliich Zeit ins Land. Generell ist das allerdings begrüßenswert, da solche Hecken ein sehr schöner Lebens- und Rückzugsraum für eine Vielzahl von Tieren ist. Um einen schnelleren Schutz gegen die verwehten "Pflanzenschutzmittel" zu bekommen wäre es zu überlegen das ganze als Benjeshecke anzulegen. Du brauchst auf jeden Fall auf der Schafseite einen Zaun ich wundere mich immer wieder was die Ouessants alles wegputzen.

Wie viel Heu Du brauchst hängt stark von dem vorhandenem Gras ab. Ich habe in manchen Wintern fast kein Heu gebraucht weil ich die Schafe auf eine benachbarte Ackerfläche gelassen habe wo sie das Gras zwischen den Maisstoppeln gefressen haben.

Gruß der hOrnbläser

13.03.2017 19:23
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Sommersproße
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Beitrag: #13
RE: Planung einer Anfängerin: Ouessantgruppe

Anton Hornbläser schrieb:
Bis Du aus den Stecklingen ein schöner Knick geworden ist geht reichliich Zeit ins Land. Generell ist das allerdings begrüßenswert, da solche Hecken ein sehr schöner Lebens- und Rückzugsraum für eine Vielzahl von Tieren ist. Um einen schnelleren Schutz gegen die verwehten "Pflanzenschutzmittel" zu bekommen wäre es zu überlegen das ganze als Benjeshecke anzulegen.


Ja das stimmt auch. Es kann gar nicht genug Hecken geben. Smile Ich rechne auch nicht damit, vor 3 Jahren eine halbwegs ansehnliche natürliche lebendige Hecke zu haben.
Für die Benjeshecke hätte ich auch wieder Baumabschnitt... aber die wächst ja leider nicht ganz so schnell, bisher habe ich damit erst grob 10m "eingezäunt".

13.03.2017 20:16
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Elisa
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Beitrag: #14
RE: Planung einer Anfängerin: Ouessantgruppe

zur Aufteilung der Weidefläche:

Ich habe ca. 3.000m mit alten Bäumen und Büschen. Diese Fläche habe ich nur in zwei Teile unterteilt und wechsel alle drei Wochen.
Denn mir ist eingentlich bekannt daß 3 Wochen dazwischen liegen sollen.....na, 6 Wochen sind natürlich noch besser.

Zaun / Hecke:
mind. 1,30m hoch würde ich für den Aussenzaun auch empfehlen.
Von Stromzäunen halte ich gar nichts und hab auch keine.
Ich habe hier schon zweimal beobachtet daß junge Kälbchen ! frisch geboren an einem Stromzaun verendet sind. Muß nichts passieren ist aber immer eine Gefahrenquelle für die Tiere, vor allem frisch geborene .

Eine Hecke zum Umlegen oder auch ene Benjeshecke würde ich dann eher aussen am Zaun entlang legen, also den Zaun selbst dann weiter nach innen, damit von aussen Platz für eine lose Hecke ist.
Bei meinen Mischlingsschafen sehe ich immer wieder die Problematik daß sie auf den Zweigen herumklettern und diese dann beim Laufen durch die Gegend tragen. Diese Problematik könnte bei einer losen Hecke evtl. auch Benjeshecke auftreten.
Und ob Hartriegel das richtige ist.....da würde ich mich vorher in der Giftplanzenkartei schlau machen.

Grüßel Elisa

13.03.2017 21:24
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Mähschäfle
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Beitrag: #15
RE: Planung einer Anfängerin: Ouessantgruppe

Guten Morgen:-)

Zum Thema Stromzaun:

Wie ich bereits erwähnt habe können Stromzäune sehr gefährlich sein... ich benutze auch Stromzäune aber in einem ganz anderen Maß... bei einigen Flächen benutze ich 15 Zäune... diese stehen aber nicht unter Strom... dafür aber die drei Litzen die davor gespannt sind... auf größeren Flächen haben meine Schafe mehr Auswahl zum Fressen und können bei Gefahr flüchten... dem Zaun bleiben sie fern.

Auf kleinen Flächen Schafe im Strom einzupferchen ist gefährlicher... wie bereits erwähnt von Elisa können Mütter sich zur Geburt nicht zurückziehen und suchen sich meist ne Ecke aus...das Lämmchen kann unter Umständen im Strom verendenden... ist leider schon passiert... außerdem können die Schafe bei Panik in den Zaun rennen und hängen bleiben----gerade Böcke bleiben leicht mit ihren Hörnern hängen. 300 qm bedeutet eine Zaunlänge von etwa 20 auf 15 Metern... nicht viel zum flüchten, oder?
Ich würde Deine drei Weiden nicht noch einteilen... falls nötig musst Du halt in der Ruhefase noch mulchen...ist eh sinnvoller denn Schafe fressen nicht unbedingt alles...

Grüße vom Mähschäfle


Ouessantschafe "von den Heubergwiesen"
14.03.2017 08:19
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Kermit
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Beitrag: #16
RE: Planung einer Anfängerin: Ouessantgruppe

Das Pfaffenhütchen und die Schneebeere sind laut der Literatur giftig.

14.03.2017 08:48
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Sommersproße
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Beitrag: #17
RE: Planung einer Anfängerin: Ouessantgruppe

Kermit schrieb:
Das Pfaffenhütchen und die Schneebeere sind laut der Literatur giftig.


Ja stimmt. Ich kenne mich natürlich noch nicht so gut mit Schafen aus, aber z.B. meine Hühner halten sich schon gut von dem fern was giftig ist. Und was ich so im Internet gelesen habe sind Schafe und Ziegen wohl ähnlich.

Ich wette, dass nur ein Bruchteil der Leute da draußen die Schafe hält, auch alle Pflanzen die in den Hecken und auf den Wiesen wachsen kennt.

Was ich jetzt auf keinen Fall machen würde, wäre eine Eibe mit in die Ecke. Die ist zwar heimisch, aber als immergrün ist sie bestimmt im Winter zu anziehend.

Wie haltet ihr das so? Geht ihr eher auf Nummer sicher, oder traut ihr euren Tieren zu fressbares von nicht fressbarem zu unterscheiden? Natürlich immer voraus gesetzt, dass auf der Wiese selbst immer genug fressbares vorhanden ist bzw angeboten wird.

14.03.2017 09:04
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Warrior
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Beitrag: #18
RE: Planung einer Anfängerin: Ouessantgruppe

Hallo,

noch ein Nachtrag von mir. Bedenke bei deiner Streuobstwiese, dass sie evtl. die Bäume angehen. Das musst du beobachten udn dann evtl. die Bäume schützen.

Gruß
Carsten


Wer immer nur der Herde folgt, der wird den ganzen Tag nur Ärsche sehen!
14.03.2017 09:59
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socke
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Beitrag: #19
RE: Planung einer Anfängerin: Ouessantgruppe

Wir haben alles giftige aus den Hecken entfernt, da wir ganz am Anfang das Problem hatten binnen zwei Tagen zwei Schafe zu verlieren... seit dem wird in den vorhandenen Hecken alles vorher einmal durchgeschaut und evtl. entfernt, was giftig ist! Von den großen Steinschafen, Merinos etc. kannten wir das auch nicht, aber unsere Zwerge haben sich in die Hecke reingefressen - war scheinbar interessanter als die Riesen Mengen Gras auf der Weide - und dann war's das Sad
Machen sicher nicht alle, aber wenn man solche Risiken ausschließen kann, sollte man es doch auch tun!

Auch wenn du die Hecke schneidest wirst du nicht alles was auf den Boden fällt aufheben können, getrocknete Blätter etc. erkennen die Schafe nicht unbedingt und fressen sie schnell mit. Dann hättest du den gleichen Effekt wie mit Jakobskreuzkraut im Heu...

Geh da lieber kein Risiko ein, ist nicht nur für deine Schäfchen sondern auch für deine Nerven besser Wink

14.03.2017 10:55
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Kermit
Altschaf
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Beitrag: #20
RE: Planung einer Anfängerin: Ouessantgruppe

Ich schau, dass keine Giftpflanzen auf der Wiese sind aber ganz ausschließen kann man es nie. Zum Beispiel durch das füttern der Schafe durch Spaziergänger.

14.03.2017 14:46
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