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Stimmen die Rahmenbedingungen?
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Ramina
Jungschaf
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Beitrag: #1
Stimmen die Rahmenbedingungen?

Hallo ihr Lieben,

Unter Vorstellungen habe ich mich heute morgen vorgestellt und nun stellt sich die Frage, ob die Rahmenbedingungen für Ouessantschafe hier gegeben sind.

Wir leben am Ortsrand, ca 1 ha direkt am Haus - Grünland, Wiese, Obstbaumstück (äpfel), Fichten, TAnnen, Douglasien und ein kleiner Bach.
Durch die Hecken und Bäume ist das Grundstück in mehrere Bereich aufgeteilt, die jedoch alle miteinander verbunden und begehbar sind.

Ich dachte zu Beginn an 2 oder 3 Auen, gerne mit Lämmern und einem Bock.
Das sollte vom Platzangebot locker ausreichen. Die Flächen werden zum Teil von 2 Grosspferden beweidet, wobei für diese auch noch weitere Flächen zur Verfügung stehen. Ausserdem tummeln sich um die 20 Rassehühner frei auf dem Gelände.
Es gibt einen Unterstand von 8x7 m für die Pferde, sowie zwei leerstehende gemauerte Ställe direkt am Haus von 6qm und 20 qm.

1. viele Leute hier im Dorf haben Schafe mit Pferd/Hühner/Rinder/Gänse zusammen laufen. Gibt es hier bei Ouessant etwas zu beachten? (Eingewohnung vorrausgesetzt)
2. hier im Dorf wird um Schafe nicht viel "geschiss" gemacht. Die meisten stehen ganzjährig draussen - ohne Unterstand. Hecken und Bäume als Schatten- oder windschutz vorrausgesetzt. Wie ist das bei den Minis? Sie können hier den Unterstand der Pferde mitnutzen, haben viele Hecken und Bäume - für den Notfall oder starke kälte stehen die gemauerten Ställe zur Verfügung. Ich könnte ihnen , was vielleicht sinnvoll wäre, trotzdem einen überdachten Bereich schaffen, in den die Pferde nicht können.
3. Wieviel Heu muss ich pro Schaf grob rechnen? Muss etwas zugefüttert werden? Getreide(schrot) oä? Den Pferden steht ein Himalayasalzleckstein (ohne sonstige Zusätze) zur Verfügung.
4. wie ist das Verhalten der Böcke? Ist mit Aggressionen zu rechnen? Von früher weiss ich, das Opas Schafbock die Oma mal ordentlich vermöbelt hat inkl. Krankenhausaufenthalt. Gerade in Bezug auf die Kinder, die sich Tieren gegenüber zu benehmen wissen.
5. wie zahm werden die Ouessants bei entsprechendem Umgang? Wir hatten, als ich klein war, oft Lämmer mit der Flasche grossgezogen. Die waren wie Hündchen und ich bin mit Leine mit ihnen durchs Dorf gewandert. Dies ist nun nicht mein Wunsch, im Gegensatz zu früher habe ich nun Hunde Wink , aber wenn man sich eine gewisse Zahmheit erarbeiten könnte, wäre das schon schön

Gibt es sonst noch grundsätzliches, was ich vergessen habe?

Ich freue mich auf Austausch.

Viele Grüsse

Petra

30.05.2017 17:31
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Ramina
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Beitrag: #2
RE: Stimmen die Rahmenbedingungen?

Hier habe ich versucht, die Gegebenheiteb aufzumalen. Der Maßstab stimmt natürlich hinten und vorne nicht.

30.05.2017 17:35
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Sommersproße
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Beitrag: #3
RE: Stimmen die Rahmenbedingungen?

Hallo PetraSmile

Ja die Rahmenbedingungen passt ziemlich gut. Smile Kurz bekommen die Tiere die ganze Fläche bestimmt nicht. Die Faustformel war ja so 1000² reine Wiese für 3 Ouessant Schafe, wenn ich mich richtig erinner.

Hecken, Obstbäume und Büsche mögen sie, da wird bestimmt das eine odere andere angeknappert. Da am Besten den Elektrozaun immer drum drum manövieren. Manche Böcke stoßen Bäume und insbesondere junge Bäume könnten ein Problem sein. Aber das ist unterschiedlich, wenn man ein Auge drauf hat funktioniert das bestimmt. Von den Pferden seid ihr das wohl auch gewöhnt ^.^

Ein dreiseitig geschlossener Unterstand für die Tiere ist im Winter Pflicht, im Sommer chillen sie aber auch gern tagsüber drin, grad wenns so warm ist.

Es sollte reichen Heu im Winter zu füttern, kein Getreide o.ä. zumindest hab ich mir das bisher so zusammen gelesen. Außer Du hast trächtige Auen, die können dann doch noch etwas Extra Futterhafer oder Kraftfutter vertragen. Aber auch nicht zuviel. Ich hab halt noch keinen Winter mitgemacht, aber laut Warriors-Rechnung die er mir mal geantwortet hat, sollten für 3 Tiere 30 Büschel/Bunde reichen. Auch im Sommer immer Heu anbieten. Für nebenher zum naschen geht vereinzelt Kraftfutter. Das funktioniert auch gut zum Umweiden, wenn man ein Eimerchen hat mit dem man schön rascheln kann. Salzleckstein ohne Kupfer ist super.

Bei Böcken sollte man immer aufpassen, das man sie nicht zu sehr verwöhnt weil sie sonst zu aufmüpfig werden. Kraulen, aber sichts gefallen lassen ist wohl die richtige Strategie. Das finde ich gerade noch raus.

Habs mir mal nicht nehmen lassen zu antworten, auch wenn ich noch recht frisch bin, mit den Tieren. Smile Machen aber sehr viel Spaß die Ouessants. ^.^

Beste Grüße
Die Sommersproße

30.05.2017 23:04
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Ramina
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Beitrag: #4
RE: Stimmen die Rahmenbedingungen?

Danke Sommersproße.

Was meinst du mit Bund/Büschel Heu?

Für die Pferde habe ich 1,80m Rundballen. Die sind wohl nicht gemeint. Big Grin
Die Pferde haben Heu auch immer ganzjährig mit Tür Verfügung.

31.05.2017 09:53
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Sommersproße
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Beitrag: #5
RE: Stimmen die Rahmenbedingungen?

Büschel/Bunde: Die Presse hat einen etwas kleineren Kanal, die Bunde sind nur ca. 0,38 * 0,5 * maximal 1,0 m.

Wieviel so ein Büschel wiegt weiß ich leider nicht, aber von dem von dem ich die Tiere gekauft hatte meinte, dass ein Tier so ~3kg am Tag frisst. Ob Heu/Wiese ist wohl dann irrelevant. Wenn Wiesengras da ist, muss halt weniger getrunken und weniger Heu gefressen werden. Smile

31.05.2017 11:47
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GelaTom
Schaf
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Beitrag: #6
RE: Stimmen die Rahmenbedingungen?

Nennt sich kleiner HD-Ballen, wiegt je nach Qualität und Art (Heu oder Öhmd/Grummet) so ca. 12-18kg.
Ich würde eher Verbrauch sagen, fressen tun sie eh nicht alles, vieles fällt einfach runter als Einstreu.
Wir rechnen seit Jahren 1 solchen Ballen / Ouessant / Monat, für die Zeit von Oktober bis April.
Bei 5 Ouessant wie bei uns 7x5=35 Ballen GRUMMET. Zur Sicherheit nehme ich 40, und es bleibt immer was übrig für den Rest des Jahres.
Ansonsten zusätzlich ~10-20 Ballen Heu für den Sommer, das sie aber nicht wirklich fressen...dient mehr unserer eigenen Beruhigung.

Zur Größe: ~500qm pro Schaf.

Gruß Tom


mit freundlichen Grüßen von Gela und Tom
31.05.2017 19:50
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Bianca
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Beitrag: #7
RE: Stimmen die Rahmenbedingungen?

Hallo Petra!
Wir haben 3 Ouessantschafe und zwei Pferde.
Ich kann die Schafe getrennt auf ihrer eigenen Weide laufen lassen und ich kann den Schafen eine Pforte öffnen und dann laufen sie mit auf der Pferdewiese.
Das klappt sehr gut. Die Schafe fressen auch die Stellen kurz, wo die Pferde hingeäpfelt haben und selber nicht mehr fressen würden.
Aber die Schafe halten immer respektvoll Abstand zu den Pferden. Die grasen alle ruhig und gemütlich zusammen, aber wenn die Pferde den Schafen zu nahe kommen, gehen die Schafe lieber ein paar Meter weiter, bis der Abstand wieder stimmt. Das geht alles ruhig und ohne Hektik ab, aber der Abstand wird eingehalten.
Und jetzt zu Deiner Frage, ja ich würde den Schafen auf alle Fälle einen eigenen Unterstand bauen. Unsere Schafe gehen nicht mal in die Nähe der Eingangstür, wo die Pferde jederzeit rein und raus können. Die Schafe sind gerne auf der Pferdewiese, aber wenn sie mal Pause machen, gehen sie immer zurück auf ihre eigene Wiese und legen sich in oder vor ihren Unterstand.
Wünsche Dir viel Spaß und Freude mit Deinen Schafen!
LG Bianca


Wer ein WOFÜR im Leben hat, der kann fast jedes WIE ertragen.
-Friedrich Nietzsche-
31.05.2017 22:00
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Ramina
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Beitrag: #8
RE: Stimmen die Rahmenbedingungen?

Danke für eure Antworten.

Das hilft mir weiter.

Die Heumenge ist echt niedlich. Aber die Schafe sind ja auch niedlich. Wink

01.06.2017 21:15
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Traumtänzer
Jungschaf
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Beitrag: #9
RE: Stimmen die Rahmenbedingungen?

Moin,
noch eine kleine Anmerkung zum Heu. So gut sich Pferd und Schaf beim Grasen ergänzen, so ungern mögen sie das gleiche Heu. Während Pferde meist nur den ersten Schnitt vom Heu mögen (energiereicher und dickere Halme), mögen besonders die kleinen Schafe oft nur den zweiten Schitt (tun sich mit dicken Halmen schwerer, da sie ja oben keine Schneidezähne haben). Den zweiten Heuschnitt halten Pferde aber eher für "Kaninchenfutter".
LG

03.06.2017 09:28
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Ramina
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Beitrag: #10
RE: Stimmen die Rahmenbedingungen?

Danke Traumtänzer.
Das ist gut zu wissen.
Die Pferde bekommen nur den 1. Schnitt.

Normalerweise machen wir nur 1 Schnitt.
Aber für die kleine Menge kann ich auch bissi Gromat machen.

03.06.2017 14:11
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