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seit 2002 beschäftige ich mich mit dem Ouessantschaf und dessen Zucht im Herdbuch NRW.
Ich züchte braune ab und an auch schwarze, korrekte Tiere, die robust und möglichst zutraulich sind,
im idealen Fall leinenführig, um sie zu Therapiezwecken einsetzen zu können.
Nach unserem Umzug haben wir unsere Zucht umbenannt - unsere Tiere heißen nun nicht mehr "vom Ölberg"
sondern ab 01.08.2007
"Ouessants vom Eulenhof"

Im November 2009 waren wir im WDR zu sehen

Seit 2006 bin ich ehrenamtlich in der Interessengemeinschaft Ouessantschaf e.V. tätig,
der 2006 gegründete Verein kümmert sich um die Interessen der Züchter und Halter des Ouessantschafs


 

Das Ouessant Schaf

Herkunft:


Das Ouessant Schaf. Ursprünglich in Frankreich zu Hause, genauer gesagt auf der Insel Ouessant an der Atlantikküste vor der Bretagne Dort ist durch natürliche Selektion in dem rauhen Klima eine sehr kleine und widerstandsfähige Rasse entstanden,die nicht anspruchsvoll ist. Zum Teil heißt es die Selektion zu kleinen Tieren ist entstanden, da die größeren Tiere geschlachtet wurden. Hier streiten sich die "Gelehrten"  
Die Tiere sind dank dem Einsatz weniger französicher Züchter vor dem aussterben bewahrt worden.
 

Haltungsbedingungen:


Drei Ouessant Schafe sind schon auf einer ca. 1000 m2 großen Wiese zu halten. Sie benötigen einen an drei Seiten geschlossenen Unterstand, frisches Wasser (für Frischwasserzufuhr - z.B. Aquamat) und einen Mineral Leckstein (gibt es extra für Schafe (z.B. Crystalix) Achtung kein Pferde Leckstein verwenden, da diese einen zu hohen Kupferanteil haben) Im Winter füttert man wenig Heu und bei Bedarf etwas Kraftfutter (ideal ist Lammfutter) zu (bitte nur in kleinen Mengen!!). 
Schafe sind Herdentiere - sie dürfen nicht allein gehalten werden!!  

 

Rassestandard

dies ist der Richtstandard der IG Ouessantschafe e.V.:
Kopf fein und regelmäßig, Böcke mit Hörnern, die Nase und die Stirn in einer Linie, leichter Ramskopf
Auge mit Glanz, lebhafter Blick, Augenhöcker hervorstehend
Ohren fein, klein, kurz, beweglich, leicht aufgerichtet
Hörner dunkel für die schwarzen und braunen Tiere hell für die weißen; dreieckiger Teil stark gerollt, guter Abstand vom Kopf
Rücken gerade Oberlinie vom Widerrist bis zum Schwanzansatz
Gliedmaßen fein von mittellanger Länge, gut proportioniert, gerade Stellung dunkle Klauen für die schwarzen und braunen Tiere, hell für die Weißen
Maximale Höhe am Widerrist Bock 48,9 cm weibliche Tiere 45,9 cm mit 3 Jahren
Farben gibt es in Deutschland: schwarz, braun, weiß selten auch schimmel, das Vlies ist sehr dicht und schwer (ca. 10% des Körpergewichtes)
Selten sind bei Muttertieren kleine Hornansätze ohne Knochen aufgetreten dies ist kein Fehler, aber nicht anzustreben
Obwohl dies außerhalb des Rasse Standards liegt ist anzumerken, dass Einlingsgeburten der Normalfall sind für die Rasse; Zwillingsgeburten sind sehr selten und werden nicht angestrebt

 

Pflege:

mindestens einmal im Jahr - scheren - Achtung !! Ouessant Schafe haben Glöckchen am Hals!!  den idealen Zeitpunkt für die Schur zu benennen ist nicht ganz einfach
der Eine empfiehlt - Juni oder Juli an einem heißen Tag - dann lassen sich die Tiere ideal scheren
der Andere empfiehlt zwei Wochen vor der Geburt - der pralle Körper lasse sich am einfachsten ohne Blessuren schneiden
wieder andere sagen nur ja nicht vor der Geburt - ich denke da muss jeder seinen eigenen Weg gehen.
mindestens einmal im Jahr Klauen schneiden bei weichen Böden auch häufiger entwurmen mindestens zwei mal im Jahr - am sinnvollsten sind regelmäßige Kotkontrollen - und nach der festgestellten Parasitenbelastung gezielt Parasiten bekämpfen
Aussenparasiten - hier sollte man die Tiere regelmäßig beobachten und z.B. wenn häufiges Kratzen auffällt entsprechende Mittel dagegen einsetzen die meisten Züchter geben einmal pro Jahr z.B. nach der Schur Mittel gegen Aussenparasiten 
!!! Seit sich in Deutschland die Blauzungenkrankheit durch die Mücken ausbreitet ist die Behandlung mit so genannten Repellent in den gefährdeten Zonen mit  z.B. Butox pour on für alle Schafhalter verpflichtend die ihre Tiere in der Nacht nicht aufstallen oder aufstallen können.. Aktuelle Gefährdungsgebiete und Infos  unter: http://www.landwirtschaftskammer.de/fachangebot/tiergesundheit/hgd/blauzungenkrankheit.htm gekenneichnet.Brunst ist von September bis Januar  

Lebenserwartung; 
Bei guter Pflege können Ouessant Schafe zwischen 12 und 18 Jahre alt werden

 

Scrapie:


    Die Scrapeierkrankung der Schafe ist im Zusammenhang mit der BSE Erkrankung der Rinder und der neuen Creuzfeld - Jacob -Krankheit beim Menschen in das öffentliche Interesse gerückt. Bereits in der Diskussion der BSE Entstehung wird die Traberkrankheit der Schafe (Scrapie) als eine mögliche Ursache angesehen, da nach Umstellung von Produktionsverfahren zur Tierkörpermehrherstellung in Großbritannien womöglich der Scrapieerreger nicht abgetötet wurde und nach Verfütterung an Rinder die natürliche Artenbarriere übersprang Im Umkehrschluss wird heute bereits die Möglichkeit einer BSE Infektion von Schafen nach Aufnahme BSE-haltigen Tierkörpermehlherstellung erwogen. Im Interesse der Verbrauchersicherheit und natürlich auch zur Sicherung der Vermarktungswege der Schafhalter sollten alle Möglichekeiten zur Minimierung eventueller gesundheitlicher Risiken genutzt werden obwohl Im Gegensatz zu BSE bislang keine Übertragung von Scrapie auf den Menschen bekannt ist.

    Eine Heilung dieser Krankheit ist derzeit nicht möglich, jedoch ist bekannt das bei Schafen die Empfänglichkeit für Scrapie genetisch kontrolliert wird

    Aus diesem Grund sind EU-weite Regelungen in Kraft getreten die die unterschiedliche Empfänglichekit verschiedener Genkonstellationen berücksichtigen:
     

Genotypengruppe

Genotypen

Interpretation

G1

ARR/ARR

sehr geringe Empfänglichkeit für das Einzeltier und geringes Risiko für die erste Nachkommengeneration

G2

ARR/AHQ;
ARR/ARH;
ARR/ARQ

geringes Risiko jedoch gegenüber G1 erhöht

G3

AHQ/AHQ
AHQ/ARH
AHQ/ARQ
ARH/ARH
ARH/ARQ
ARQ/ARQ

mittleres Risiko für das Einzeltier, Nachkommen nie G1

G4

ARR/VRQ

hohes Risiko für Einzeltiere

G5

AHQ/VRQ
ARH/VRQ
ARQ/VRQ
VRQ/VRQ

sehr hohes Risiko

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